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Panorama Zwei Männer nach Schießerei in Lüneburg festgenommen
Nachrichten Panorama Zwei Männer nach Schießerei in Lüneburg festgenommen
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18:50 06.10.2011
Von Heinrich Thies
Nach einer Schießerei in der Lüneburger Altstadt hat die Polizei zwei Männer festgenommen. Quelle: dpa
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Lüneburg

Es war wie im Wilden Westen. Gegen 19.30 Uhr stürmten am Mittwoch mehrere Männer auf ein Wettbüro in der Lüneburger Innenstadt zu und eröffneten kurze Zeit später auf offener Straße das Feuer auf den griechischen Betreiber und mehrere Gäste. Der 36-Jährige erlitt bei der Schießerei lebensgefährliche Verletzungen, zwei weitere Männer griechischer Abstammung im Alter von 41 und 52 Jahren trugen leichtere Schussverletzungen davon. Als ein Nachbar dazukam, sollen die Angreifer, es handelt sich laut Polizei um Deutsche kurdischer Abstammung, die Flucht ergriffen haben. Nach einer sofort eingeleiteten Fahndung konnte die Polizei zwei der Männer im Alter von 29 und 36 Jahren festnehmen. Die Tatverdächtigen schweigen jedoch. Der Schießerei ist nach Angaben von Zeugen ein kurzer, lautstarker Streit vorausgegangen.

Die Opfer und die mutmaßlichen Täter sind für die Polizei keine unbeschriebenen Blätter. Sie sollen mehrfach vorbestraft sein. „Es ist schon in der Vergangenheit mehrfach zu Streitigkeiten zwischen den Männern gekommen“, sagt der Lüneburger Polizeisprecher Kai Richter. Einzelheiten zu der Schießerei will die Polizei jedoch aus ermittlungstaktischen Gründen nicht mitteilen. Die Friseurin Andrea Keding war gerade noch im „Salon für Haararchitektur“ in der Rotehahnstraße mit einem Kunden beschäftigt, als sie plötzlich die Schüsse hörte. „Es hat mehrmals geknallt“, sagt die Friseurin. „Als mein Kunde rausgegangen ist, sind die Männer gerade weggelaufen.“ Der schwer verletzte Betreiber des Wettbüros wurde noch in der Nacht notoperiert und befindet sich laut Polizeibericht weiter in einem kritischen Zustand. Im Wettbüro des Mannes, der auch einen Imbiss betreibt, können Sportwetten für Fußball, Tennis und Eishockey abgeschlossen werden. Nebenan befindet sich eine türkische Teestube.

Die Rede ist von Bandenkrieg. Die Polizei hat in der Nacht zu Donnerstag mehrere Wohnungen in Lüneburg und Umgebung durchsucht. Die Suche nach der Tatwaffe verlief bisher indessen ergebnislos. Die Tatverdächtigen wurden am Donnerstag einem Haftrichter vorgeführt und in Untersuchungshaft genommen.

Hinweis: Dieser Text wurde aktualisiert.

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