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Panorama Zwei Schiffsunglücke bei Sturm in der Nordsee
Nachrichten Panorama Zwei Schiffsunglücke bei Sturm in der Nordsee
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17:49 31.07.2009
Das Foto zeigt ein leeres Rettungsfloß des vor Schweden gesunkenen Frachters.
Das Foto zeigt ein leeres Rettungsfloß des vor Schweden gesunkenen Frachters. Quelle: afp
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Vor der Westküste Schwedens wurde nach der sechsköpfigen Besatzung eines gesunkenen Frachters gesucht, vor der Südwestküste Norwegens lief ein Schiff auf Grund, das mehr als 1000 Tonnen Öl an Bord hatte. Auch der Fährverkehr in der Region war wegen des schlechten Wetters gestört.

Der vor der schwedischen Küste gesunkene Frachter sandte nach Angaben der Küstenwache von Göteborg vor dem Unglück ein Notsignal. Die in Norwegen registrierte "Langeland" hatte den Angaben zufolge 2500 Tonnen Steine an Bord. Die Küstenwache suchte mit Hubschraubern und Flugzeugen nach den sechs Seeleuten, mit jeder Stunde sank jedoch die Hoffnung, sie noch lebend zu finden. Die Rettungskräfte entdeckten lediglich leere Rettungswesten und Wrackteile. Die Schiffsbesatzung stammte nach Angaben der russischen Schifffahrtsbehörden aus Russland und der Ukraine.

Ein weiterer Frachter havarierte derweil vor der Südwestküste Norwegens. Wie die norwegische Küstenwache mitteilte, lief die in Panama registrierte "Full City" kurz nach Mitternacht westlich der Stadt Larvik auf Grund. Von den 23 chinesischen Seeleuten an Bord wurden 16 mit Hubschraubern in Sicherheit gebracht. Sieben weitere Besatzungsmitglieder sollten zunächst an Bord bleiben, um gemeinsam mit Rettungskräften die Lage zu bewerten.

Laut Küstenwache lief aus einem Leck in dem Schiff Öl aus und bedrohte den nur knapp einen Kilometer entfernten Küstenstreifen. Den Angaben zufolge befanden sich mehr als tausend Tonnen Öl an Bord. Das Schiff war nicht vom Sinken bedroht.

Auch der Fährverkehr in der Region war wegen des schlechten Wetters zeitweise unterbrochen. Die Reederei Colorline musste in der Nacht zwei Überfahrten zwischen Norwegen und Schweden streichen. Die Lage normalisierte sich am Morgen wieder einigermaßen. Eine Fähre von Dänemark nach Norwegen konnte am Nachmittag jedoch nicht wie geplant von Frederikshavn starten, sondern musste vom nördlichen Hirtshals abfahren. In der vergangenen Woche waren bei schlechter Sicht in der Ostsee südlich von Stockholm zwei Fähren nur knapp einem Zusammenstoß entgangen.

afp