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Panorama Zwölf Geschworene für Prozess gegen Jackson-Arzt ausgewählt
Nachrichten Panorama Zwölf Geschworene für Prozess gegen Jackson-Arzt ausgewählt
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12:48 24.09.2011
Die zwölf Geschworenen für den Prozess gegen Michael Jacksons früheren Leibarzt stehen fest. Quelle: dpa
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Los Angeles

Sieben Männer und fünf Frauen sind am Freitag als Juroren im Prozess gegen Michael Jacksons früheren Leibarzt eingeschworen worden. Das Verfahren gegen den Kardiologen Dr. Conrad Murray (58) soll am kommenden Dienstag vor dem Superior Court in Los Angeles mit den Eröffnungsplädoyers beginnen. Das Gremium wurde nach Befragung durch Staatsanwaltschaft und Verteidigung am Freitag aus einer Gruppe von 84 Kandidaten ausgesucht, berichtete das Internet-Portal „Tmz.com“.

Murray ist wegen fahrlässiger Tötung angeklagt. Er soll Jacksons Tod im Juni 2009 mit verschiedenen Schlaf- und Narkosemitteln herbeigeführt haben. Nach Angaben des Arztes hatte sich der Sänger die tödliche Dosis selbst zugeführt. Bei einer Verurteilung drohen dem Mediziner bis zu vier Jahre Haft.

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Richter Michael Pastor hatte zu Beginn des zweiwöchigen Auswahlverfahrens mitgeteilt, dass der Prozess gut einen Monat dauern könnte. Den potenziellen Juroren wurde ein über 30-seitiger Fragenkatalog vorgelegt. Darin mussten sie unter anderem Fragen über ihre Einstellung zu Popmusik, Arzneimitteln und Jacksons Tod beantworten.

Der Richter erklärte den Kandidaten, dass sie als Juroren während des Prozesses keine Medienberichte über den Fall lesen dürften. Sie dürften auch selbst keine Informationen, etwa über Twitter oder Facebook, verschicken.

Anfang September hatte Murray eine juristische Niederlage einstecken müssen. Ein Berufungsgericht in Los Angeles bestätigte einen früheren Richterspruch, dass die Jury in dem Verfahren nicht isoliert werden muss. Murrays Anwälte hatten gefordert, dass die Geschworenen während des Verfahrens von der Außenwelt abgeschottet werden. Sie sollten keinen Zugang zu Fernsehen und Internet haben, um nicht von Berichten der Medien über den Prozess beeinflusst zu werden. Richter Pastor sprach sich gegen diese strenge Auflage aus.

dpa

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