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Panorama Schüler vielleicht aus Versehen erschossen
Nachrichten Panorama Schüler vielleicht aus Versehen erschossen
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17:46 17.11.2015
In Hégenheim wurde am Montag ein Junge in einem Schulbus erschossen. Die Polizei durchsuchte anschließend das Schulgebäude und nahm einen 13-Jährigen Mitschüler fest. Quelle: AFP PHOTO / SEBASTIEN BOZON
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Hégenheim

Nach dem tödlichen Schuss auf einen Zwölfjährigen in einem Schulbus im französischen Hégenheim hat die Polizei beim Vater des mutmaßlichen Schützen ein Waffenarsenal gefunden. Es handele sich um annähernd 150 Sport- und Jagdwaffen, berichtete die Nachrichtenagentur AFP am Dienstag und berief sich auf Ermittler.

Schüler von Kugel getroffen

Der 13 Jahre alte Sohn des Waffensammlers steht im Verdacht, am Montag einen Mitschüler in einem Bus vor dem "Collège Trois Pays" (Drei-Länder-Schule) erschossen zu haben. Rettungskräfte hatten einen Zwölfjährigen mit einer Schusswunde in der Brust leblos im Bus aufgefunden. Der Vorfall ereignete sich im Süden des Elsass an der Grenze zur Schweiz.

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Ein zwölf Jahre alter Schüler ist im französischen Hegenheim in einem Schulbus erschossen worden. in 13 Jahre alter Mitschüler wurde festgenommen.

Kurz nach Unterrichtsschluss gegen 16.00 Uhr hatte der Schuldirektor einen Alarm ausgelöst. Das berichtet der Fernsehsender France 3. Er ging zu diesem Zeitpunkt davon aus, dass ein Feuerwerkskörper im Schulbus gezündet worden war. Das Opfer, Schüler der siebten Klasse, wurde jedoch von einem Projektil getroffen. Welche Verletzung er erlitt, blieb zunächst unklar. Als die Rettungskräfte eintrafen, hatte der Junge bereits einen Kreislaufstillstand. Er konnte nicht wiederbelebt werden. Die Nachrichtenagentur AFP berichtete, dass der Junge durch einen Kopfschuss gestorben sei.

War es ein Unfall?

Zum Zeitpunkt der Tat befanden sich neben dem Opfer noch mehr als 30 Schüler im Bus. Wegen der Gefahr für die Kinder war die Polizei mit einem Großaufgebot angerückt. Während der Durchsuchungen fanden die Sicherheitskräfte bei dem mutmasslichen Schützen, der ebenfalls im Bus war, eine Pistole. Sie nahmen ihn in Gewahrsam. Möglicherweise hatte er die Waffe aus dem Fundus seines Vaters entwendet.

Nach Angaben von Staatsanwalt Dominique Alzéari wird noch untersucht, ob es sich um einen Unfall oder eine vorsätzliche Tat handelte, wie französische Medien berichteten. Bisher ist nach Angaben der Staatsanwaltschaft noch nicht sicher, ob der 13-Jährige wirklich der Täter und die Pistole die Tatwaffe ist. Die Schüler des Collège gedachten des Getöteten am Dienstag mit einer Schweigeminute.

dpa/afp

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