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Deutschland / Welt 47 Tote bei Protesten gegen Assad-Regime
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13:52 17.09.2011
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Kairo/Beirut

In Syrien lässt Präsident Baschar al-Assad seine Sicherheitskräfte nach Angaben der Opposition weiter mit aller Härte gegen Regimegegner vorgehen. Am Freitag seien dabei mindestens 47 Menschen bei landesweiten Demonstrationen getötet worden. Eine unabhängige Überprüfung der Angaben ist kaum möglich, da die syrische Regierung keine ausländischen Journalisten ins Land läßt.

Allein in der Provinz Idlib in der Nähe der türkischen Grenze kamen den Angaben zufolge 21 Regimegegner ums Leben. „Die Sicherheitskräfte schießen weiter wahllos“, sagte ein Anwalt aus Idlib dem arabischen Sender Al-Arabija. Für die Anwohner sei es deshalb kaum möglich, sich herauszuwagen und den Verletzten zu helfen.

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Nach Angaben eines in London ansässigen syrischen Menschenrechtszentrums wurden in der Stadt Hama sechs Einwohner bei einer Razzia des Militärs gegen Deserteure erschossen. Weitere Todesopfer habe es in der Hauptstadt Damaskus, in der Oppositionshochburg Homs sowie in der östlichen Provinz Dair as-Saur gegeben.

Auf von Aktivisten im Internet veröffentlichten Videos waren Proteste in der südlichen Provinz Daraa zu sehen, bei denen Demonstranten Slogans gegen Assad riefen und seine Absetzung forderten. Im ganzen Land sei es nach den Freitagsgebeten zu großen Protestkundgebungen gekommen, hieß es.

Die Opposition hatte unter dem Motto „Wir machen weiter, bis das Regime stürzt“ dazu aufgerufen und an die Menschen appelliert, den Druck auf Assad sieben Monate nach Beginn der Proteste weiter zu erhöhen.

In Damaskus hätten Sicherheitskräfte Moscheen abgeriegelt, um Regierungsgegner an der Teilnahme an den Freitagsgebeten zu hindern, sagte der Sprecher eines örtlichen Oppositionsbündnisses. „Wir werden nicht aufhören, ganz egal, welche brutalen Mittel dieses Regime gegen uns einsetzt“, kündigte er an.

Nach UN-Schätzungen sind in Syrien seit Beginn der Proteste gegen das Assad-Regime rund 2600 Menschen getötet worden.

dpa

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