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10:19 09.12.2018
Angela Merkel und Annegret Kramp-Karrenbauer am Ende des Parteitags von Hamburg Quelle: Rainer Jensen/dpa
Berlin

Die neu gewählte CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer will nicht in allen Punkten die Linie von Angela Merkel (CDU) fortsetzen. Sie werde der KanzlerinParoli bieten, wo es im Interesse der Partei notwendig ist“, sagte Kramp-Karrenbauer am Samstagabend in der ARD-Sendung „Bericht vom Parteitag“. „Das, was gut ist, wird fortgeführt, und dort, wo es etwas zu ändern gibt, werden wir es ändern.“

Die CDU habe bei ihrem Parteitag in Hamburg „deutlich gemacht, dass sie von der Grundstruktur her, von der Grundachse, so bleiben will, wie sie ist“, sagte Kramp-Karrenbauer. Die Partei habe zugleich aber „deutliche Themen benannt, wo sie sich Veränderungen wünscht“. Kramp-Karrenbauer kündigte an, sich als Erstes um die Migrations- und Sicherheitspolitik zu kümmern.

So will sich Kramp-Karrenbauer um die Migration kümmern

Dazu soll es außer einer Klausurtagung des neu gewählten Bundesvorstands im Januar ein „Werkstattgespräch“ zum Thema Migration und Sicherheit mit Experten und auch Kritikern der Migrations- und Flüchtlingspolitik geben, sagte Kramp-Karrenbauer der „Bild am Sonntag“. Das Programm der CDU für die Europawahl solle unter anderem auf diesen Ergebnissen aufbauen.

Ihre unterlegenen Konkurrenten im Kampf um den Parteivorsitz, Friedrich Merz und Jens Spahn, rief Kramp-Karrenbauer dazu auf, eine Spaltung der Partei zu verhindern. „Wir drei Kandidaten waren uns immer einig, dass jeder von uns Verantwortung dafür trägt, dass die Partei nach dieser Entscheidung zusammenhält“, sagte sie.

Seehofer glaubt an Aufschwung dank AKK

Der CDU-Parteitag in Hamburg hatte die bisherige Generalsekretärin Kramp-Karrenbauer am Freitag zur Nachfolgerin von Kanzlerin Merkel gewählt, die sich nach mehr als 18 Jahren von der Parteispitze zurückzog. Am Samstag wählte die CDU auf Kramp-Karrenbauers Vorschlag den JU-Chef Paul Ziemiak zum Generalsekretär. Sein Ergebnis fiel mit knapp 63 Prozent der Stimmen allerdings eher dürftig aus.

Rückendeckung erhält Kramp-Karrenbauer aus München. CSU-Chef Horst Seehofer hofft nach ihrer Wahl auf bessere Wahlergebnisse für die Union. Er sei sich sicher, dass die Union „mit ihr wieder Wahlergebnisse über 40 Prozent erzielen“ könne, sagte Seehofer der „Bild am Sonntag“. Die CSU werde mit Kramp-Karrenbauer gut zusammenarbeiten, kündigte Seehofer an. Sie habe als Ministerpräsidentin im Saarland gezeigt, „dass sie trotz schwieriger Lage Wahlen gewinnen kann“.

Der CDU-Bundesparteitag ist ein Tag der großen Worte – aber auch der großen Bilder. „Es war mir eine Ehre“, sagte Angela Merkel in ihrer Abschiedsrede. Sie erhält minutenlangen Beifall – und muss mit den Tränen kämpfen. Auch Annegret Kramp-Karrenbauer wird emotional. Eine Zusammenstellung der berührenden Momente.

Von pach/dpa/RND

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