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Deutschland / Welt Ahmadinedschad lenkt im Atomstreit mit dem Westen ein
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Ahmadinedschad lenkt im Atomstreit mit dem Westen ein
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21:28 02.02.2010
Der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad Quelle: ap
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Die iranische Führung geht im Atomstreit auf den Westen zu. Präsident Mahmud Ahmadinedschad kündigte ein Einlenken im Atomstreit an und schlug den USA einen Häftlingsaustausch vor. Vorausgegangen seien Gespräche mit Vertretern der Weltmächte, sagte er.

Der Westen hatte den Iran zuletzt gedrängt, bis Ende 2009 einen Vorschlag über eine Urananreicherung in Frankreich und Russland anzunehmen. Laut Abkommen sollte im Iran niedrig angereichertes Uran (3,5 Prozent) im Ausland auf 20 Prozent gebracht werden, um dann als Brennstoff für einen medizinischen Reaktor in Teheran genutzt zu werden. Die internationale Gemeinschaft verdächtigt den Iran, heimlich am Bau der Atombombe zu arbeiten. Die Führung in Teheran hat das stets zurückgewiesen.

Ahmadinedschad hat den USA zudem einen Häftlingsaustausch vorgeschlagen. Im Austausch gegen drei im Iran inhaftierte US-Wanderer sollten in den USA Iraner freigelassen werden, die dort im Gefängnis säßen, sagte Ahmadinedschad am Dienstag im iranischen Fernsehen. Dazu liefen schon entsprechende Gespräche. Die drei US-Amerikaner Shane Bauer, Sarah Shourd und Josh Fattal waren nach Angaben ihrer Familien im Juli im Norden des Iraks in den kurdischen Bergen unterwegs, als sie versehentlich auf iranisches Gebiet gerieten und dort festgenommen wurden. Die iranischen Behörden hatten erklärt, sie wollten die drei wegen Spionage vor Gericht stellen.

dpa/ap