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Deutschland / Welt USA scheitern mit Geiselbefreiung in Syrien
Nachrichten Politik Deutschland / Welt USA scheitern mit Geiselbefreiung in Syrien
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06:52 21.08.2014
US-Soldaten im Einsatz. Quelle: dpa (Symbolfoto)
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Washington

Eine Militäraktion zur Befreiung amerikanischer Geiseln aus der Hand der Milizen Islamischer Staat (IS) in Syrien ist nach Angaben des US-Verteidigungsministeriums gescheitert. Spezialeinheiten hätten bei dem kürzlichen Einsatz keine Geiseln gefunden, teilte Pentagonsprecher John Kirby am Mittwoch mit. Mit Blick auf die Enthauptung eines US-Journalisten durch IS-Kämpfer signalisierte Kirby zugleich, dass die USA weitere Rettungsversuche unternehmen könnten.

Trotz der Drohung der IS, wieder Amerikaner zu töten, flogen US-Militärs erneut Luftangriffe im Irak. US-Präsident Barack Obama nannte den Terrorismus ein Krebsgeschwür, das entfernt werden müsse. An dem Befreiungsversuch seien Luft- und Bodeneinheiten beteiligt gewesen. Einzelheiten teilte Kirby allerdings nicht mit. "Unglücklicherweise war die Mission nicht erfolgreich, weil die Geiseln nicht an dem Ort waren."

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Feuergefechte mit Terroristen

Unklar ist, wie viele Amerikaner derzeit in Syrien und im Irak festgehalten werden. Die "New York Times" berichtete unter Berufung auf namentlich nicht genannte US-Beamte, zwei Dutzende Elitesoldaten seien in einer abgelegenen Gegend in Syrien abgesetzt worden. Im Verlauf der Operation seien sie in ein Feuergefecht mit den Terroristen verwickelt worden. Die Regierungsvertreter gingen davon aus, dass mehrere Dschihadisten dabei getötet worden seien.

Unterdessen setzen die USA ihre Luftschläge im Irak fort. Kampfjets und Drohnen hätten erneut Stellungen der IS in der Nähe des Mossul-Staudamms im Nordirak angegriffen, teilte das US-Zentralkommando in Tampa (Florida) am Mittwoch mit. Mehrere Fahrzeuge seien zerstört oder beschädigt worden. Die Militärs sprachen von 14 Angriffen. Die IS-Kämpfer drohen mit der Ermordung weiterer Amerikaner, falls die USA die Luftangriffe nicht einstellen sollten.

Für Ende September lädt Obama zu einem Terrorismus-Gipfel nach New York ein. An dem Treffen sollen die Staats- und Regierungschef der fünf UN-Vetomächte teilnehmen, sagte Marie Hart, Sprecherin im US-Außenamt, am Mittwoch in Washington. Zu den Vetomächten im UN-Sicherheitsrat gehören neben den USA auch Russland, Großbritannien, Frankreich und China.

Obama hat die Enthauptung des 40-jährigen James Foley mit schärfsten Worten verurteilt. Die Tat "schockiert das Bewusstsein der gesamten Welt", sagte er an seinem Urlaubsort Martha's Vineyard in Massachusetts. Die USA würden weiterhin alles tun, um ihre Bürger zu beschützen. "Wir werden wachsam sein. Wir werden unnachgiebig sein", erklärte Obama. Der Kampf gegen die Miliz müsse von der internationalen Gemeinschaft getragen werden: "Es muss eine gemeinsame Anstrengung geben, den Krebs zu entfernen, damit er sich nicht ausbreitet."

dpa

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