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Deutschland / Welt Wulff: Flüchtlingsstrom begrenzen
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Wulff: Flüchtlingsstrom begrenzen
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09:57 07.11.2015
Nun spricht sich auch Altbundespräsident Christian Wulff für ein verschärftes Asylprogramm aus. Quelle: dpa Archiv
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Osnabrück

Ex-Bundespräsident Christian Wulff sieht Deutschlandangesichts der Flüchtlingsströme vor einer historischen Aufgabe. Das Land könne sie aber bewältigen, sagte er nach einem Bericht der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Sonnabendausgabe). Wichtig sei allerdings, den Zustrom zu begrenzen und das geltende Recht auch anzuwenden.

Es müsse klare Kriterien geben, die regelten, wer nach Deutschland kommen dürfe. "Nicht alle, die bei uns Asyl beantragen, erfüllen die Bedingungen für politisches Asyl", sagte der CDU-Politiker der Zeitung zufolge bei einer Veranstaltung in seiner Heimatstadt Osnabrück. "Wir brauchen schnelle Asylverfahren und dann eine konsequente Umsetzung des Ergebnisses", forderte Wulff. Er mahnte: "Wenn unklar ist, unter welchen rechtlichen Bedingungen Zuwanderung stattfindet und ob die hier geltenden Gesetze auch vollzogen werden, dann wird die Bevölkerung das auf Dauer nicht akzeptieren."

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Die Integration von Hunderttausenden Menschen "mit ganz anderen kulturellen Erfahrungen und oft einer anderen Religion" sei eine unvergleichlich anspruchsvolle Herausforderung. "Das wird uns gelingen, wenn wir die Probleme ansprechen und angehen."

Wulff plädierte für eine multikulturelle Gesellschaft und verteidigte seinen umstrittenen Satz, der Islam gehöre zu Deutschland. Nicht dieser Ansatz sei gescheitert, sondern der monokulturelle. Die deutsche und europäische Offenheit sei ein Erfolgsmodell. Genau das zeige sich daran, dass die Menschen aus dem islamischen Kulturkreis nach Europa strömten.

epd

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