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Deutschland / Welt Afghane nach Amberger Prügelattacke abgeschoben
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Amberger Prügelattacke: Verurteilter Afghane abgeschoben

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12:36 22.05.2019
Die Innenstadt von Amberg. Vier junge Asylbewerber haben in Amberg in der Oberpfalz wahllos Passanten geschlagen und damit eine Debatte über Gewalt von Flüchtlingen ausgelöst. Quelle: Armin Weigel/dpa
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München/Amberg

Bayern hat den nach der Amberger Prügelattacke verurteilten 18 Jahre alten Asylbewerber in sein Heimatland abgeschoben. Der Afghane sei zusammen mit 24 weiteren abgelehnten Asylbewerbern von München aus mit einer Chartermaschine nach Kabul geflogen worden, teilte das bayerische Landesamt für Asyl und Rückführungen jetzt mit. Das Amtsgericht Amberg hatte den ausreisepflichtigen Asylbewerber Anfang Mai zu einer sechsmonatigen Jugendstrafe auf Bewährung verurteilt.

Er und seine drei Mitangeklagten hatten vor Gericht gestanden, Ende 2018 betrunken durch die Amberger Innenstadt gezogen zu sein und dabei grundlos auf Passanten eingeprügelt zu haben. 21 Menschen wurden angegriffen, 15 verletzt. Die Übergriffe hatten bundesweit eine Debatte über konsequentere Abschiebungen von ausländischen Straftätern ausgelöst.

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Angeklagter fühlte sich von Passanten böse angeschaut

Als die Verdächtigen gestellt wurden, hätten sie einen stark alkoholisierten Eindruck gemacht, die Beamten beleidigt und sich heftig gegen ihre Festnahme gewehrt, so die Polizisten. Zwei der Angeklagten sagten den Polizisten im Gerichtssaal persönlich, dass ihnen ihr Verhalten leid tue. Ein Motiv für die Übergriffe kristallisierte sich nicht heraus. Einer der Angeklagten sagte, er habe sich von einem Passanten böse angeschaut gefühlt.

Der Prozessauftakt war von einem großen Medieninteresse begleitet. Es sind zunächst 25 Verhandlungstage angesetzt. Die Angeklagten gaben vor dem Amtsgericht Amberg an, vor ihrem gewalttätigen Streifzug durch die Innenstadt reichlich Wodka, Bier und Whiskey getrunken zu haben.

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Von RND/dpa/ngo