Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Deutschland / Welt Aschtiani will inhaftierte deutsche Reporter verklagen
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Aschtiani will inhaftierte deutsche Reporter verklagen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:36 02.01.2011
Die zum Tode verurteilte Iranerin Sakineh Mohammadi Aschtiani Quelle: ap
Anzeige

Die beiden Deutschen, ein Reporter und ein Fotograf, hätten sie beschämt, berichtete die BBC am Sonntag auf ihrer Internetseite. Demnach durfte Aschtiani das Gefängnis kurz verlassen, um mit ihrem Sohn und ihrer Tochter zu essen. Der Sohn, Sadschdschad Kadersadeh, war wegen des Interviews vorübergehend selbst in Haft gewesen.

Die deutschen Journalisten der Boulevardzeitung „Bild am Sonntag“ waren am 10. Oktober in der nordiranischen Stadt Täbris von Sicherheitskräften festgenommen worden, weil sie Kadersadeh interviewten. Nach Weihnachten bekamen die Reporter auf diplomatischen Druck aus Deutschland die Gelegenheit zu einem Treffen mit Angehörigen. Die Journalisten haben inzwischen zugegeben, gegen iranisches Recht verstoßen zu haben.

Anzeige

Aschtiani warf ihnen nun laut BBC vor, Schande über sie und das Land gebracht zu haben. „Wie so sind sie hierher gekommen und haben sich als Journalisten ausgegeben?“, habe die Verurteilte auf einer Pressekonferenz gesagt.

dapd

Mehr zum Thema

Nach Angaben des Kommitees gegen die Steinigung ist die zum Tode verurteilte Iranerin Sakineh Mohammadi Aschtiani auf freiem Fuß - ebenso auch ihr Sohn und Anwalt.

09.12.2010

Im Iran sind zwei deutsche Journalisten festgenommen worden, weil sie ein Interview mit dem Sohn der zum Tod durch Steinigung verurteilten Iranerin Sakine Mohammadi Aschtiani führten. Die Journalisten seien ohne Akkreditierung als Touristen eingereist, teilte die iranische Staatsanwaltschaft am Montag mit.

11.10.2010

„Bild am Sonntag“-Chefredakteur Walter Mayer hat den Iran zur Freilassung von zwei seit sechs Wochen inhaftierten Mitarbeitern aufgefordert. Die beiden Reporter wurden bereits am 10. Oktober in der nordiranischen Stadt Täbris festgenommen, und sitzen nach Angaben der Zeitung unter schlimmen Bedingungen im Gefängnis.

21.11.2010