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Deutschland / Welt Bombenalarm im Kanzleramt: Spuren führen nach Griechenland
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Bombenalarm im Kanzleramt: Spuren führen nach Griechenland
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22:14 02.11.2010
Von Stefan Koch
Ein Mitarbeiter des Kanzleramtes verteilt am Dienstagabend eine Erklärung zum Bombenfund.
Ein Mitarbeiter des Kanzleramtes verteilt am Dienstagabend eine Erklärung zum Bombenfund. Quelle: dpa
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Spezialisten machten die Sendung unschädlich. Erste Spuren führen zu autonomen Kreisen in Athen.

Das Paket enthielt nach Angaben von Bundesinnenminister Thomas de Maizière eine „sprengfähige Vorrichtung“ und wurde sehr wahrscheinlich von einer linksextremistischen Gruppe aus Griechenland abgesendet. Das Paket sei quasi baugleich mit diversen Paketbomben, die in den vergangenen zwei Tagen in Athen und an anderen Orten aufgefunden worden seien. In Griechenland wurden am Dienstag zudem die deutsche Botschaft in Athen und weitere diplomatische Vertretungen Ziel eines Anschlagversuchs. Eine an die Botschaft adressierte Paketbombe konnte kontrolliert gesprengt werden. Zwei Sprengsätze detonierten vor den Botschaften der Schweiz und Russlands.

Hinter der Anschlagserie steht nach Ermittlungen der griechischen Behörden eine Gruppierung namens „Verschwörung der Zellen des Feuers“, die sich gegen harte Sparmaßnahmen der EU wehren. Das Paket sei vor zwei Tagen in Griechenland abgeschickt worden. De Maizière appellierte an alle Behörden in Deutschland, bei unbekannten Sendungen aus Griechenland vorsichtig zu sein. Die Gefährlichkeit des Sprengsatzes sei noch nicht ermittelt. Es hätte aber „durchaus nicht unerheblichen Schaden anrichten können“, sagte er am Dienstagabend. Bedenklich sei, dass das Paket per Luftfracht nach Deutschland gelangt sei. Einen Zusammenhang mit Terrorgruppen aus dem Jemen gebe es offenkundig nicht.

Das Paket war offenbar mit dem Unternehmen UPS verschickt und als Büchersendung getarnt worden. Wie aus Sicherheitskreisen zu erfahren war, soll sich in dem Päckchen ein mit schwarzem Pulver gefülltes Rohr befunden haben. Entdeckt wurde die Sendung um die Mittagszeit bei einer Routinekontrolle in der Poststelle, die sich neben dem Kanzleramt befindet.

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