Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Deutschland / Welt Bombenalarm versetzt Oslo in Angst
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Bombenalarm versetzt Oslo in Angst
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:54 31.07.2012
Nach dem Auslösen des Alarms ließen die Behörden neben der US-Botschaft eine zentrale S-Bahnstation räumen, Besucher mussten das nahe gelegene Königsschloss und das Nationaltheater verlassen. Quelle: dpa
Anzeige
Oslo

Gut ein Jahr nach den Terroranschlägen von Oslo und Utøya hat die US-Botschaft mit einer „vergessenen“ Bombenattrappe Menschen in der norwegischen Hauptstadt in Angst und Schrecken versetzt. Mehr als eine Stunde benötigte die Polizei am Dienstagmittag, um einen verdächtigen Gegenstand vor der US-Botschaft endgültig als ungefährlich einzustufen.

Peinlich für die diplomatische Vertretung mitten Stadtzentrum fiel aus, was Polizeisprecher Johan Fredriksen dem Online-Blatt „VG Nett“ zum Hintergrund sagte: „Das war eine Bombenattrappe der Amerikaner, was die auch schon zugegeben haben. Sie haben sie für eine interne Übung benutzt und dann unter dem Auto vergessen.“

Anzeige

Der Rundfunksender NRK berichtete, dass die Stadtverwaltung Schadensersatz von den USA verlangen will, weil durch den kompletten Stillstand des öffentlichen Verkehrs in Oslo und einen umfassenden Polizeieinsatz hohe Kosten entstanden seien.

Nach dem Auslösen des Alarms ließen die Behörden neben der US-Botschaft auch eine zentrale S-Bahnstation räumen, Besucher mussten das nahe gelegene Königsschloss und das Nationaltheater verlassen. Die Angehörigen der Königsfamilie hätten sich anderswo aufgehalten, teilte der Hof mit. Die Polizei forderte während des Alarms alle Menschen zum Verlassen einer Zone im Umkreis von 500 Metern rund um die amerikanische Botschaft auf.

Vor gut einem Jahr, am 22. Juli 2011, hatte der Massenmörder Anders Behring Breivik im Osloer Regierungsviertel eine Autobombe detonieren lassen. Dabei starben acht Menschen. Danach tötete er 69 Teilnehmer eines Sommerlagers auf der Insel Utøya.

dpa

Dieser Artikel wurde aktualisiert.

31.07.2012
Deutschland / Welt Beratungen ergebnislos vertagt - Griechen ringen um neues Sparpaket
30.07.2012