Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Deutschland / Welt Briten im Wahlfieber - Ausgang bis zuletzt völlig offen
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Briten im Wahlfieber - Ausgang bis zuletzt völlig offen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:51 06.05.2010
Umfragen zeigten bis zuletzt keinen eindeutigen Trend. Quelle: ap
Anzeige

Nächtliche Umfragen zeigten bis zuletzt keinen eindeutigen Trend. Fast alle deuteten jedoch darauf hin, dass keine der Parteien eine absolute Mehrheit bekommen könnte.

Die Wahllokale seien in den Morgenstunden voller gewesen als in früheren Jahren, hieß es. „Die Wähler strömen geradezu bei uns herein, seit wir aufgemacht haben“, sagte ein Helfer in London. Damit scheint sich eine Wende anzudeuten, nachdem sich die Briten in den vergangenen Jahren zunehmend wahlmüde gezeigt hatten.

Anzeige

Alle drei großen Parteien müssen zittern: Premierminister Gordon Brown kämpft für seine Labour-Partei um eine vierte Amtszeit. Spitzenreiter in den Umfragen sind jedoch die konservativen Tories und ihr Parteichef David Cameron. Weil aber auch die Tories nicht sicher mit einer absoluten Mehrheit rechnen können, richten sich die Augen auf die kleineren Liberaldemokraten. Die hatten im Wahlkampf für Furore gesorgt und könnten nun das Zünglein an der Waage für eine neue Regierung werden.

Viele britische Zeitungen sprachen sich am Wahltag offen auf den Titelseiten für ihren Favoriten aus. So druckte die Boulevardzeitung „The Sun“ ein ganzseitiges Bild Camerons im Stil der Wahlplakate von US-Präsident Barack Obama und schrieb dazu „Unsere einzige Hoffnung“. Der „Daily Mirror“ hingegen - eine der wenigen großen Zeitungen, die Labour nicht die Unterstützung entzogen hatten - warf Cameron Elite-Denken und Unerfahrenheit vor und ließ Brown in positivem Licht erscheinen. Die „Times“ rief ihre Leser auf, zur Wahl zu gehen, da es um das „Schicksal der Nation“ gehe.

Erste Prognosen werden nach Schließung der Wahllokale um 2300 MESZ erwartet. Das amtliche Endergebnis wird aber voraussichtlich erst am frühen Freitag vorliegen, nachdem die rund 650 Wahlkreise ausgezählt sind.

dpa