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Deutschland / Welt CDU zweifelt Medienbericht über empörten Witwer des Ski-Opfers an
Nachrichten Politik Deutschland / Welt CDU zweifelt Medienbericht über empörten Witwer des Ski-Opfers an
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18:09 21.08.2009
Das Grab der getöteten Skifahrerin. Quelle: Oliver Lang/afp (Archiv)
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CDU-Landesgeschäftsführer Andreas Minschke sagte am Freitag: „Wir prüfen die Aussagen auf ihre Richtigkeit.“ Anschließend werde es eine Stellungnahme geben. Althaus werde „das jetzt selbst in die Hand nehmen“, fügte er hinzu.

In einem Bericht der Zeitung „Die Welt“ hatte der Anwalt der Hinterbliebenen gesagt: „Da der Tod von Beata Christandl eine zutiefst private Angelegenheit der Familie ist, werden die jüngsten Berichte über den tragischen Skiunfall von der Familie nicht nur als Vertrauensbruch, sondern als unangebracht und pietätlos bewertet“. Althaus hatte in Interviews mehrfach über die Gefühle gesprochen, die der tödliche Unfall bei ihm ausgelöst hat.

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Minschke betonte, dass die Äußerungen von Althaus schon mehrere Wochen her seien. Dass nun eine Woche vor der Wahl ein solcher Artikel erscheine, hinterlasse „ein Geschmäckle“. Die Staatskanzlei wollte sich nicht äußern. Linke-Spitzenkandidat Bodo Ramelow sagte, er könne den Unmut der Hinterbliebenen sehr gut verstehen. Die Familie habe es verdient, dass der Skiunfall aus der Perspektive des Opfers und nicht aus der des Täters thematisiert werde.

Althaus war am 1. Januar 2009 auf einer Skipiste in Österreich mit Beata Christandl zusammengeprallt. Die Frau starb an ihren schweren Verletzungen, Thüringens Regierungschef erlitt ein schweres Schädel-Hirn-Trauma. Anfang März war Althaus von einem österreichischen Gericht wegen fahrlässiger Tötung zu einer Geldstrafe von 33 300 Euro und zu 5000 Euro Schmerzensgeld verurteilt worden. Die zivilrechtliche Schadenersatzregelung steht noch aus.

ddp

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