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Deutschland / Welt CIA soll mit libyschem Regime zusammengearbeitet haben
Nachrichten Politik Deutschland / Welt CIA soll mit libyschem Regime zusammengearbeitet haben
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11:16 03.09.2011
Wie weit reichte die Kooperation zwischen der CIA und dem libyschen Regime? Quelle: dpa
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Washington/London

In Libyen gefundene Dokumente enthüllen nach Informationen der „New York Times“ eine enge Kooperation zwischen dem US-Geheimdienst CIA und dem Gaddafi-Regime. So habe die CIA unter anderem acht Mal Terrorverdächtige in das für seine Folterpraxis bekannte Land zur Befragung geschickt, berichtete die Zeitung am Samstag. Auch der britische Geheimdienst MI-6 habe kooperiert und sogar für das libysche Regime Telefonnummern überprüft.

Die Zusammenarbeit sei nach 2004, als das Gaddafi-Regime sein Programm für Massenvernichtungswaffen aufgab, weitaus intensiver gewesen als bisher bekannt. Es gebe auch Dokumente, aus denen hervorgehe, dass die Amerikaner Gaddafi einen Text für eine Rede formulierten, in dem es um den Verzicht Libyens auf Massenvernichtungswaffen ging und die ihn in einem positiven Licht erscheinen ließ. Mit dem Verzicht auf diese Waffen hatte Gaddafi die Annäherung an den Westen geebnet.

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Weder die CIA noch das britische Außenministerium wollten sich den Angaben der Zeitung zu den Dokumenten äußern. CIA-Sprecherin Jennifer Youngblood sagte laut „New York Times“ lediglich: „Es kann nicht überraschen, das die Central Intelligence Agency mit ausländischen Regierungen zusammenarbeitet, um dabei zu helfen, unser Land vor Terrorismus und anderen tödlichen Bedrohungen zu schützen.“

Das „Wall Street Journal“ schrieb über eine enge Verbindung des US-Geheimdienstes CIA und seines libyschen Pendants während der Präsidentschaft von George W. Bush. Die USA hätten Terrorverdächtige für Verhöre nach Libyen gebracht und auch Fragen vorgeschlagen, die gestellt werden sollten. Laut „New York Times“ soll es in einem Dokument eine Liste mit 89 Fragen gegeben haben.

Wie die britische Zeitung „The Independent“ (Samstagausgabe) berichtete, bewiesen von dem Blatt entdeckte Geheimakten erstaunlich enge Verbindungen zwischen den Regierungen in London und Washington mit Gaddafi. Auch seien Libyen vom britischen Geheimdienst MI-6 Informationen über in Großbritannien im Exil lebende Regimegegner weitergegeben worden. Die Dokumente seien in den privaten Büros des früheren Geheimdienstchefs Mussa Kussa gefunden worden. Kussa war zuletzt als Außenminister tätig und hatte sich im März nach London abgesetzt.

Der „Independent“ schrieb weiter, das Material werfe Fragen zum Verhältnis zwischen Kussa und der britischen Regierung auf. Zwischen Kussa, dem Menschenrechtsverletzungen vorgeworfen werden, und seinen britischen Kollegen habe es enge Beziehungen gegeben. Es seien sogar regelmäßig Geschenke ausgetauscht worden.

dpa

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