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Deutschland / Welt Chef der Berliner Piraten tritt auf Parteitag zurück
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Chef der Berliner Piraten tritt auf Parteitag zurück
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12:58 25.02.2012
Gerhard Anger kandidiert nicht für eine neue Amtszeit bei der Piratenpartei. Quelle: dpa
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Berlin

Der Vorsitzende der Berliner Piraten, Gerhard Anger, zieht sich aus der Parteispitze zurück. Dies teilte Anger am Samstag zum Auftakt des Landesparteitags mit. Als Grund nannte er den immensen Druck und die hohen Erwartungen an, die mit einem politischen Spitzenamt verbunden seien. „Ich ertrage diese emotionale Belastung nicht“, sagte der 36-Jährige. Deshalb kandidiere er nicht für eine weitere Amtszeit. „Es war sehr schön, es hat mich sehr gefreut“, sagte er.

Wer Anger als Landeschef folgen wird, war zunächst unklar. Bis zum Start des Parteitags gingen Mitglieder davon aus, dass er bei den anstehenden Vorstandswahlen wieder kandidiert. Daneben wollte sich die bisherige Schatzmeisterin Katja Dathe bewerben. Anger entschuldigte sich für seine kurzfristige Entscheidung, nicht mehr zu kandidieren.

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Die mehreren hundert Parteimitglieder im Saal reagierten auf die überraschende Ankündigung mit großem Beifall. Anger war seit Anfang 2011 Vorsitzender der Berliner Piraten. Der 36-Jährige führte den Landesverband in die Wahlen zum Berliner Abgeordnetenhaus im vergangenen September. Dort erzielten die Piraten ein Ergebnis von 8,9 Prozent und zogen erstmals in ein Landesparlament ein.

Beim ersten Landesparteitag der Piraten nach Einzug in das Berliner Abgeordnetenhaus stehen neben den Vorstandswahlen auch inhaltliche Themen auf der Agenda. Unter anderem wollen sich die Piraten mit der politischen Beteiligung der Menschen über das Internet befassen. Eine Rolle spielen dürfte auch der geplante Ausschluss eines Mitglieds wegen Enthüllungen über angebliche Erpressungsversuche.

dpa

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