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Deutschland / Welt Dalai Lama: China will Buddhismus „auslöschen“
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Dalai Lama: China will Buddhismus „auslöschen“
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10:56 10.03.2010
Der Dalai Lama.
Der Dalai Lama. Quelle: afp
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„Nach der Haltung der derzeitigen Führung zu schließen, gibt es wenig Hoffnung, dass bald ein Ergebnis erzielt wird“, sagte der Dalai Lama in einer Rede im Exil im nordindischen Dharamsala. Dennoch solle der Dialog fortgesetzt werden. „Es wird eine Zeit kommen, in der die Wahrheit siegen wird. Deswegen ist es wichtig, dass jeder geduldig bleibt und nicht aufgibt.“

Scharfe Kritik übte der Buddhistenführer an der „patriotischen Erziehungskampagne“ der chinesischen Behörden in Klöstern in Tibet. „Sie unterwerfen Mönche und Nonnen gefängnisähnlichen Bedingungen, berauben sie der Möglichkeit, in Frieden zu studieren und ihren Glauben zu praktizieren“, klagte der Dalai Lama. „Diese Bedingungen lassen die Klöster eher wie Museen funktionieren und sind dazu bestimmt, absichtlich den Buddhismus auszulöschen.“

In der tibetischen Hauptstadt Lhasa wurden zum 51. Jahrestag der Volksaufstandes die Sicherheitsvorkehrungen verschärft. Zusätzliche Polizeikräfte patrouillierten die Straßen. Vor zwei Jahren war es zu blutigen Ausschreitungen gekommen. Die Proteste der Tibeter hatten sich auf andere Regionen ausgebreitet und die Vorbereitungen für die Olympischen Spiele in Peking überschattet. Die Polizei hat im Zuge einer Kampagne zur Wahrung der Stabilität und Verbrechensbekämpfung seit Anfang März allein in Lhasa mehr als 400 Menschen festgenommen.

„Es gibt ernste Probleme in Tibet - ob die chinesische Regierung es zugibt oder nicht“, sagte der Dalai Lama. Das zeigten die starke Polizeipräsenz und die Reisebeschränkungen im größten Hochland der Erde. Er bekräftigte, weder er noch Mitglieder der Exil-Regierung würden politische Posten anstreben, sollten die Verhandlungen über eine Autonomie Tibets eines Tages zum Erfolg führen. Er rief tibetische Beamte, die unter der chinesischen Führung dienten, dazu auf, tibetische Exil-Gemeinden „in der freien Welt“ zu besuchen, um sich ein Bild von deren Lage zu machen.

dpa