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Deutschland / Welt Der Täter suchte sich gezielt Polizisten aus
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19:02 18.07.2016
Drei Polizisten sind von dem Schützen von Baton Rouge getötet worden. Quelle: dpa
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Baton Rouge

Der Täter hatte am Sonntagmorgen (Ortszeit) in Baton Rouge im Bundesstaat Louisiana das Feuer auf mehrere Polizisten eröffnet und drei von ihnen getötet, darunter einen Schwarzen. Drei weitere wurden verletzt. Der Schütze wurde schließlich von Polizisten getötet. Die Sicherheitsbehörden identifizierten ihn als einen 29-jährigen Schwarzen aus Kansas City (Missouri). Das liegt mehr als 1200 Kilometer von Baton Rouge entfernt. Wie das Pentagon mitteilte, war er ein Marine-Veteran. Er diente fünf Jahre lang als Spezialist für Datennetzwerke - davon gut ein halbes Jahr im Irak.

Nach Angaben von Edmonson berichtete ein Anrufer der Polizei am Sonntag gegen 8.40 Uhr, dass ein schwarz gekleideter, maskierter Mann mit einem Gewehr eine Straße entlang ging. Zwei Minuten später seien Schüsse gefallen, die Polizisten seien weitere zwei Minuten darauf zu Boden gegangen. Um 8.48 Uhr sei der Schütze getötet worden. Die Lage in Baton Rouge ist seit Tagen angespannt: Dort war am 5. Juli der Afroamerikaner Alton Sterling von Polizisten erschossen worden, während er am Boden lag. Das und tödliche Polizeischüsse auf einen weiteren Schwarzen in Minnesota hatten in den USA Proteste gegen Polizeigewalt ausgelöst. In der Nacht zum 8. Juli erschoss in Dallas am Rande einer Demonstration ein schwarzer Ex-Soldat fünf Polizisten. Er verschanzte sich in einem Gebäude und gab nach Angaben der Polizei an, er sei wegen des Todes der zwei Schwarzen in den Tagen zuvor aufgebracht gewesen und habe weiße Polizisten töten wollen. Die Polizei tötete ihn mit einem Sprengsatz.

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Montrell Jackson, einer der am Sonntag getöteten Polizisten, soll sich nach dem Tode Sterlings in einer Facebook-Nachricht an seine Mitmenschen in Baton Rouge gewandt haben. "Ich schwöre, ich liebe diese Stadt, aber ich frage mich, ob diese Stadt mich liebt. Wenn ich meine Uniform trage, bekomme ich abfällige Blicke. Wenn ich sie nicht trage, empfinden mich manche als Bedrohung", heißt es in der Nachricht, die mehrere Medien verbreiteten. Das Motiv des Täters blieb zunächst unklar. Er sprach Berichten zufolge in einem YouTube-Video unter einem Pseudonym von einer Revolution. Dafür sei es nötig, Blut zu vergießen.

dpa

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