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Deutschland / Welt EZB- Präsident Trichet bekommt Karlspreis
Nachrichten Politik Deutschland / Welt EZB- Präsident Trichet bekommt Karlspreis
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10:05 05.12.2010
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Der Karlspreis 2011 geht an den Präsidenten der Europäischen Zentralbank (EZB), Jean-Claude Trichet. Er erhalte den Preis als Verteidiger des stabilen Euro, erklärte das Karlspreis- Direktorium am Samstag in Aachen. In der EU-Schuldenkrise sei die Zuerkennung ein Signal an die EZB, den Euro zu sichern und stabil zu halten. Der Karlspreis wird für besondere Verdienste um die europäische Einigung verliehen. Der Festakt im Krönungssaal des Aachener Rathauses ist am 2. Juni geplant.

„Das Direktorium sieht den Euro in Gefahr und um es mit Bundeskanzlerin Angela Merkel zu sagen: „Scheitert der Euro, scheitert Europa““, erklärte der Vorsitzende des Karlspreis- Direktoriums, Jürgen Linden. Zum ersten Mal sei die Verleihung mit einer Forderung an die Politik verbunden: „Europa muss sich an die politische Union heranwagen, mit einer gemeinsamen Wirtschafts-, Finanz- und Haushaltspolitik.“

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Trichet erhalte den Karlspreis als Symbolfigur für den Zusammenhalt der Währungsunion, für die Stabilität des Euro und den Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit, sagte Linden. Vor Trichet hatte mit Wim Duisenberg 2002 zum ersten Mal ein EZB-Präsident den Karlspreis entgegengenommen - allerdings stellvertretend für den Euro als bedeutende Gemeinschaftsleistung.

„Der Euro ist seit Gründung bis auf den heutigen Tag eine Erfolgsgeschichte“, sagte Linden. Der Garant dafür sei heute Trichet. Er stehe für die Unabhängigkeit der EZB. Er sei auch ein großer Europäer, für den der Euro nicht nur Zahlungsmittel sei, sondern ein hohes Gut, eine „Friedenswährung für ein Europa“.

Trichet gilt als Krisenmanager mit ruhiger Hand, der seit seiner Amtsübernahme 2003 mit Elan für die politische Unabhängigkeit der EZB kämpft. In der EU-Schuldenkrise ist er einer der wichtigsten Akteure. Trotz des politischen Drucks legte sich die Notenbank nach dem Rettungspaket für Irland nicht auf zusätzliche Rettungsmilliarden für Wackelkandidaten wie Spanien fest. Vorheriger Karlspreisträger war der polnische Ministerpräsident Donald Tusk.

dpa