Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Deutschland / Welt Ermordnung von Ärzten in Afghanistan „ganz böser Rückschlag“
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Ermordnung von Ärzten in Afghanistan „ganz böser Rückschlag“
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:56 08.08.2010
Von Jörg Kallmeyer
Quelle: dpa (Symbolbild)
Anzeige

In den Monaten zuvor sei die Zahl der Anschläge auf humanitäre Helfer in Afghanistan zurückgegangen, erläuterte der Vorsitzende von Venro Ulrich Post gegenüber der HAZ.

Es sei „ohnehin wahnsinnig schwer, qualifiziertes Personal für Hilfseinsätze in Afghanistan zu gewinnen. Jetzt wird es noch schwieriger,“ sagte Post. In Afghanistan seien unter anderem Caritas-International, die Welthungerhilfe, die Malteser und Oxfam mit Helfern vor Ort. Der deutsche Entwicklungsverband Welthungerhilfe koordiniere das Sicherheitsnetz der Helfer. „Das muss was schief gelaufen sein“, sagte der Venro-Chef. Man werde den Vorfall genau auswerten und Konsequenzen ziehen. Mit einem Abbruch der humanitären Hilfe rechne er nicht, sagte Post. Er widersprach Auffassungen des Entwicklungsministeriums, wonach die Zusammenarbeit mit Bundeswehrsoldaten oder anderen ISAF-Truppen die Sicherheit von Helfern verbessere. Das Gegenteil könne der Fall sein.

Mehr zum Thema

Drei Frauen - unter ihnen eine Deutsche - und sieben Männer sind tot: Es ist der bislang folgenschwerste Angriff auf Helfer in der Geschichte Afghanistans. Die betroffene Hilfsorganisation IAM will ihre Arbeit am Hindukusch dennoch fortsetzen. Sie dementiert entschieden, dass ihre Mitarbeiter christlich missionierten.

08.08.2010

Ihre humanitäre Hilfe für die Afghanen bezahlten sie mit dem Leben: Taliban-Kämpfer haben im Nordosten des Landes eine Deutsche, sechs Amerikaner und zwei Afghanen erschossen, die für eine Augenklinik arbeiteten. Die Aufständischen bezeichneten die Opfer als „christliche Missionare“.

07.08.2010

Die Taliban haben sich zu dem tödlichen Angriff auf die Deutschen und Amerikaner im Nordosten Afghanistans bekannt. Ein Taliban-Sprecher sagte den Nachrichtenagenturen dpa und afp per Telefon, es habe sich um „christliche Missionare“ gehandelt, die Geheimdienstinformationen in der Gegend gesammelt hätten.

07.08.2010