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Deutschland / Welt Erneut Zehntausende zu Ostermärschen der Friedensbewegung erwartet
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Erneut Zehntausende zu Ostermärschen der Friedensbewegung erwartet
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15:42 07.04.2009
Auch Obamas Initiative zu Atomwaffen soll Thema bei Demos sein
Auch Obamas Initiative zu Atomwaffen soll Thema bei Demos sein Quelle: Markus Benk/ddp
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Dies erklärte Peter Strutynski vom Bundesausschuss Friedensratschlag am Dienstag in Kassel zur erwarteten Teilnehmerzahl. Wichtiges Thema wird neben dem Afghanistan-Krieg auch die jüngste Abrüstungsinitiative von US-Präsident Barack Obama für Atomwaffen sein.

Bundesweit soll es den Angaben zufolge rund 70 Ostermärsche geben. Neben der Kritik an Obamas Afghanistan-Politik werde es sicher auch Lob für den neuen US-Präsidenten geben, erklärte Strutynski. „Obamas Vorschlag einer radikalen atomaren Abrüstung entspricht einem ureigenen Anliegen der Ostermarschbewegung - die 1959 erstmals gegen die Atomkriegsgefahr auf die Straße gegangen ist.“ Für Deutschland müsse das nun aber auch heißen, von den USA den Abzug der noch hier lagernden US-Atomwaffen zu verlangen.

Hauptthema der diesjährigen Ostermärsche soll die NATO sein. In fast allen Aufrufen wird die Existenzberechtigung der NATO in Frage gestellt. Sie hätte längst hätte aufgelöst werden müssen, nachdem ihr 1991 der äußere Feind abhanden gekommen sei, heißt es in den Aufrufen.

Am Sonnabend finden Ostermärsche unter anderem in Augsburg, Berlin, Bremen, Duisburg, Düsseldorf, Hannover, Kiel, Leipzig, Mainz und München statt. Am Sonntag finden Protestveranstaltungen in Essen und Köln statt. An diesem Tag wird zudem gegen die geplante Nutzung der Kyritz-Ruppiner Heide als Bombenabwurfplatz der Bundeswehr demonstriert. Am Ostermontag gehen die Ostermärsche mit Demonstrationen in Bochum, Dortmund, Chemnitz, Frankfurt, Hamburg, Kassel und Magdeburg zu Ende.

Mit den diesjährigen Ostermärschen wolle die Friedensbewegung das „Zerrbild“ korrigieren, das am vergangenen Wochenende bei den Protesten gegen die Nato in Straßburg entstanden sei. Dabei sei „der friedliche Protest durch unverantwortliche Polizeiangriffe und Randalieraktionen nahezu erstickt“ worden.

afp