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Deutschland / Welt US-Fluglinien fliegen wieder direkt nach Kuba
Nachrichten Politik Deutschland / Welt US-Fluglinien fliegen wieder direkt nach Kuba
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18:34 31.08.2016
Erstmals seit über einem halben Jahrhundert können US-Airlines wieder direkt nach Kuba fliegen. Quelle: Alejandro Ernesto/dpa
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Fort Lauderdale/Santa Clara

Die Maschine der US-Gesellschaft JetBlue hob kurz nach 10.00 Uhr Ortszeit (16.00 Uhr MESZ) vom Flughafen Fort Lauderdale im Bundesstaat Florida ab und landete eine knappe Stunde später im zentralkubanischen Santa Clara. Zur Premiere herrschte am Flughafen in Fort Lauderdale Feststimmung. Die 150 Passagiere gingen unter Applaus an Bord, eine Salsa-Band unterhielt die Menge mit Klassikern wie "Guantanamera", wie ein AFP-Reporter berichtete.

Flughafenchef Mark Wales sprach von "einem der großen Momente der Geschichte", vergleichbar mit dem Mauerfall oder den ersten Schritten eines Menschen auf dem Mond. Auch in Santa Clara wurde das Ereignis zelebriert. Von den ersten beiden Passagiere, die das Flugzeug verließen, hatte sich der eine die US-Flagge und der andere die kubanische Fahne umgehängt. Sie tauschten die Flaggen und umarmten sich auf dem Rollfeld.

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Luftverkehrsabkommen zwischen Kuba und den USA

Havanna und Washington hatten im Februar ein Luftverkehrsabkommen unterzeichnet, das 110 Flugverbindungen täglich vorsieht. 90 wurden bereits von beiden Regierungen genehmigt. Sechs US-Airlines erhielten die Lizenz, Kuba anzufliegen. Ihre Maschinen dürfen auf neun kubanischen Flughäfen landen. Bislang durften nur Charterflugzeuge unter bestimmten Bedingungen auf Strecken zwischen den Vereinigten Staaten und Kuba verkehren. Es gab rund 20 Charterverbindungen am Tag.

US-Präsident Barack Obama und sein kubanischer Kollege Raúl Castro hatten Ende 2014 eine historische Annäherung der einstigen Erzfeinde eingeleitet. Seitdem traten Reise- und Handelserleichterungen für Kuba in Kraft, zudem strichen die USA den Karibikstaat von ihrer Liste der Terrorstaaten. Im Sommer 2015 nahmen beide Länder ihre diplomatischen Beziehungen wieder auf.

afp/dpa/RND

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