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Deutschland / Welt Experten halten Rente mit 67 für unrealistisch
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14:25 17.09.2010
Von den 63-Jährigen haben heute nur noch 9,2 Prozent eine sozialversicherungspflichtige Vollzeitbeschäftigung. Quelle: dpa
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Die Rente mit 67 wird nach einer neuen Studie für den überwiegenden Teil der Beschäftigten auch bei deutlicher Entspannung auf dem Arbeitsmarkt kaum erreichbar sein. Die Folgen seien gravierende Rentenkürzungen und eine drastische Zunahme von Altersarmut. DGB und mehrere Sozialverbände forderten deshalb am Freitag die Koalition auf, die Rente mit 67 noch vor ihrer ab 2012 geplanten stufenweisen Einführung zu stoppen.

Die Wissenschaftler Gerhard Bäcker (Duisburg) und Ernst Kistler (Augsburg) verwiesen darauf, dass von den 63-Jährigen heute nur noch 9,2 Prozent eine sozialversicherungspflichtige Vollzeitbeschäftigung hätten. Bei den 64-Jährigen seien es sogar nur noch 6,3 Prozent. Bei den von Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) genannten wesentlich höheren Beschäftigtenzahlen seien dagegen sogar Ein- Stunden-Jobs pro Woche und selbstständige Tätigkeiten mitgezählt worden.

Kistler sagte: „Selbst bei einer stärkeren Nachfrage nach älteren Arbeitskräften auf dem Arbeitsmarkt ist es in den nächsten 20 Jahren nicht zu schaffen, die Hälfte aller über 60-Jährigen in eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung zu bringen. Derzeit sind dies 21,5 Prozent - aber einschließlich Teilzeitbeschäftigung sowie Altersteilzeit in der Ruhephase. Fast jeder zweite Rentner ginge heute schon mit Abschlägen in den Ruhestand - im Schnitt 114 Euro pro Monat.

dpa

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