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Deutschland / Welt „Fridays for Future“ fordert CO2-Steuer: So viel würde sie uns kosten
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18:43 12.04.2019
Ein ICE erreicht den Hauptbahnhof von Frankfurt/Main (Hessen). Quelle: Christoph Schmidt/dpa
Berlin

Die Initiatoren der Bewegung „Fridays for Future“ haben vor Kurzem einen Forderungskatalog vorgelegt. Unter anderem wollen sie, dass eine Steuer auf alle Treibhausgasemissionen eingeführt wird. Laut Umweltbundesamt wären das 180 Euro pro Tonne CO2. Was das für die Preise von Konsumgütern und Lebensmitteln bedeuten würde, lässt sich an den ungefähren CO2-Emissionen errechnen.

Kraftstoffe würden teurer

Ein Liter Benzin verursacht CO2-Emissionen von 2,37 Kilogramm. Bei 180 Euro pro Tonne müsste der Liter Benzin 42 Cent teurer werden. Ein Liter Diesel mit CO2-Emissionen von 2,65 Kilogramm müsste fast 48 Cent mehr kosten.

Schätzungen zufolge lieg eine Kilowattstunde Strom bei 489 Gramm Emissionen. Geht man davon aus, dass zwei Personen rund 2.400 Kilowattstunden im Jahr verbrauchen, liegt die Preissteigerung bei 211,25 Euro. In einem Vier-Personen-Haushalt wären es 352 Euro.

Doch auch die Preise von Nahrungsmitteln müssten deutlich erhöht werden.

Lebensmittel

Ein Kilogramm Rindfleisch (14,35 Kilogramm CO2-Emissionen) würde etwa 2,58 Euro mehr kosten. Ein Kilogramm Mischbrot (0,75 Kilo CO2) läge bei 0,13 Euro Mehrkosten. Ein Kilo Äpfel (0,5 Kilo CO2) bei 0,09 Euro Mehrkosten, ein Liter Milch (1,44 Kilo CO2) bei 0,25 Euro Mehrkosten und ein Kilogramm Kartoffeln (0,42 Kilo CO2) bei 0,07 Euro Mehrkosten.

Reisen

Auf Flugreisen würde sich eine CO2-Steuer besonders stark ausschlagen. Ein Ticket von Berlin nach München und zurück (282 Kilo CO2) würde etwa 50,76 Euro mehr kosten als bislang. Die gleiche Strecke mit der Bahn (0,344 Kilogramm CO2) jedoch nur 6,19 Euro Mehrkosten.

Politiker diskutieren über CO2-Steuer

Eine CO2-Steuer können sich viele Politiker als Mittel vorstellen, um den Klimaschutz voranzutreiben und die von der Bundesregierung zugesicherten Klimaziele bis 2030 zu erreichen. Ob es in Deutschland eine Bepreisung von Emissionen geben könnte, ist allerdings noch unklar.

Lesen Sie auch: „Fridays for Future“: Kretschmer sieht Protest nicht als zivilen Ungehorsam

Von Tomma Petersen/RND

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