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Deutschland / Welt G20-Gipfel startet in der Türkei
Nachrichten Politik Deutschland / Welt G20-Gipfel startet in der Türkei
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11:07 15.11.2015
Der Gipfel tagt unter hohen Sicherheitsvorkehrungen im Badeort Belek nahe Antalya. Quelle: dpa
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Belek

Die Staats- und Regierungschefs der großen Industrie- und Schwellenländer (G20) haben am Sonntag ihr Gipfeltreffen in der Türkei mit bilateralen Beratungen begonnen. Als erstes stand ein Treffen des US-Präsidenten Barack Obama mit dem türkischen Staatschef Recep Tayyip Erdogan auf dem Programm. Der Gipfel tagt unter hohen Sicherheitsvorkehrungen im Badeort Belek nahe Antalya an der türkischen Mittelmeerküste.

Wegen der blutigen Anschläge von Paris muss die Runde vor allem eine Strategie gegen den Terror des Islamischen Staates (IS) suchen. Auch der Krieg in Syrien und die Flüchtlingskrise stehen neben Wirtschaftsfragen und dem Klimaschutz auf der Tagesordnung.

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Russlands Wladimir Putin wollte als erstes die Führer aus China, Indien, Brasilien und Südafrika treffen. Diese fünf Staaten bilden die sogenannte Brics-Gruppe. Bundeskanzlerin Angela Merkel wurde gegen Mittag zum Beginn der vollständigen Gipfelrunde in Belek erwartet. Das Treffen dauert bis Montag. Gastgeber der G20 im kommenden Jahr ist China.

G20 wollen Unterstützung für Flüchtlinge deutlich ausweiten

Die großen Industrie- und Schwellenländer (G20) wollen ihre Anstrengungen zur Bewältigung der Flüchtlingskrise verstärken. "Eine koordinierte und umfassende Antwort ist nötig, um diese Krise und die langfristigen Konsequenzen anzugehen", heißt es in dem Entwurf des Abschlusskommuniqués des G20-Gipfels. "Das Ausmaß der anhaltenden Flüchtlingskrise ist von weltweiter Besorgnis mit großen humanitären, politischen, sozialen und wirtschaftlichen Auswirkungen."

Die G20 wollten die Bemühungen zum Schutz und zur Unterstützung der Flüchtlinge verstärken. Es müssten "dauerhafte Lösungen" gefunden werden. Auch müssten die politischen Konflikte hinter den Flüchtlingsströmen angepackt werden. Alle Staaten werden aufgerufen, zur Bewältigung der Krise beizutragen und "die damit verbundene Verantwortung zu teilen". Genannt werden die Ansiedlung von Flüchtlingen, humanitäre Hilfe und Bemühungen, den Flüchtlingen auch Zugang zu Dienstleistungen, Bildung und anderen Möglichkeiten zu gewähren, um sich eine Lebensgrundlage zu schaffen.

dpa

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14.11.2015