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Deutschland / Welt Genmais-Verbot wäre teuer
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Genmais-Verbot wäre teuer
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21:45 10.04.2009
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Maisfeld Quelle: Joerg Koch/ddp
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Voraussichtlich in der kommenden Woche will Aigner verkünden, ob sie die Aussaat von MON 810 untersagt. Der Mais des Saatgutunternehmens Monsanto ist derzeit die einzige Genpflanze, die Bauern auf die Äcker bringen dürfen. Intern habe Aigner ihre Beamten angewiesen, alle Argumente zu sammeln, die ein Verbot rechtfertigen würden.

Laut „Spiegel“ argumentieren die Fachleute jedoch, dass es sehr schwer sei, die Schädlichkeit von MON 810 für die Natur juristisch wasserdicht darzulegen. Deswegen bestehe die Gefahr, dass Monsanto mit einer Klage gegen einen Verbotsbescheid Erfolg haben werde. Am Ende könnte der US-Konzern sogar Schadensersatzansprüche in Höhe von sechs bis sieben Millionen Euro zugesprochen bekommen. Bundesweit ist für dieses Jahr eine Anbaufläche von knapp 3600 Hektar geplant, vor allem in Ostdeutschland.

Wie das Magazin weiter schreibt, steht Aigner innerparteilich unter starkem Druck, MON 810 zu verbieten. Insbesondere CSU-Chef Horst Seehofer wolle im anstehenden Europa- und Bundestagswahlkampf die Skepsis der Deutschen gegen die Gentechnik für seine Partei nutzbar machen.

Die Schwesterpartei CDU warnt dagegen eindringlich vor einem Verbot der grünen Gentechnik in Deutschland. Die stellvertretende Unions-Fraktionsvorsitzende, Katherina Reiche, macht die „unverantwortliche Stimmungsmache der CSU“ mitverantwortlich dafür, dass der Bayer-Konzern ein Labor für Pflanzengentechnik in Potsdam aufgibt und nach Belgien verlagert. Kritik kommt auch aus der Wissenschaft: Die Partei riskiere „einen Exodus der Forscher“, sagte der Präsident der TU München, Wolfgang Herrmann dem Magazin.

ddp