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Deutschland / Welt Flüchtlingsheim auf Usedom ausgebrannt
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Flüchtlingsheim auf Usedom ausgebrannt
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14:03 15.11.2015
Die Flammen wüteten vor allem im Dachstuhl der geplanten Flüchtlingsunterkunft. Quelle: Stefan Sauer
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Trassenheide

Die Polizei konnte zur Ursache des Feuers bislang keine Angaben machen. Da die Flammen offenbar vor allem im Dachstuhl des Gebäudes wüteten, glaubt Bürgermeister Horst Freese nicht, dass ein technischer Defekt den Brand ausgelöst hat. Man müsse von einem bewussten Brandanschlag ausgehen, so das Gemeindeoberhaupt von Trassenheide.

Die Ermittlungen liefen, sagte ein Polizeisprecher in Neubrandenburg. Auf eine Wand des Hauses hatten unbekannte Täter bereits vor sechs Wochen zwei mit Brandbeschleuniger gefüllte Glasflaschen geworfen. Damals entstand geringer Sachschaden. Freese hatte am vergangenen Donnerstag auf einer gut besuchten Bürgerversammlung darüber informiert, dass am kommenden Donnerstag 15 Asylbewerber in das zweigeschossige Gebäude auf dem Gelände einer früheren Metallbaufirma einziehen würden.

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Gebäude ist unbewohnbar

Vor allem Familien seien dafür vorgesehen gewesen, sagte Freese auf Nachfrage. Die Gemeinde hatte das 50 Meter lange Haus, das seit zehn Jahren leer stand, frisch renovieren lassen. Am frühen Sonntagmorgen konnten 48 Feuerwehrmänner nicht verhindern, dass das Haus nach dem Brand unbewohnbar ist, sagte der Polizeisprecher.

Anfang Oktober war in Boizenburg im Südwesten Mecklenburg-Vorpommerns ein dreistöckiges Fachwerkhaus in Brand gesteckt worden. In ihm hätten wenig später knapp 50 Flüchtlinge einziehen sollen. In diesem Jahr hat es in Deutschland immer wieder Brandanschläge auf geplante Flüchtlingsheime gegeben.

Als Reaktion auf die Terroranschläge in Paris werden in Deutschland die Sicherheitsmaßnahmen hochgefahren. Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) sprach von einer für die Bürger sichtlich erhöhten Präsenz der Polizei.

afp