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Deutschland / Welt Germania-Insolvenz stiftet Verwirrung bei Abschiebeplänen
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Germania-Insolvenz stiftet Verwirrung bei Abschiebeplänen
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11:16 17.02.2019
Germania-Maschinen bleiben nach der Insolvenz der Airline am Boden – auch, wenn es um geplante Abschiebeflüge geht. Quelle: Martin Schutt/ZB/dpa
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Leipzig/Düsseldorf

Die Bundesregierung hat einem Medienbericht zufolge nach der Insolvenz der Fluglinie Germania in der vergangenen Woche eine Abschiebung ausfallen lassen müssen. Demnach sei ein Flug in die aserbaidschanische Hauptstadt Baku abgesagt worden, berichtet MDR Aktuell am Sonntag unter Berufung auf einen Sprecher das Bundesinnenministeriums. Zwei weitere geplante Germania-Flüge seien umgebucht und durchgeführt worden.

MDR: Umgebuchter Flug Richtung Tunesien abgehoben

Über eine dieser Umbuchungen für einen Flug in den Westbalkan habe der „Spiegel“ bereits in der vergangenen Woche berichtet, betonte der Sender. Laut MDR war der zweite umgebuchte Flug von Leipzig in Richtung Tunesien abgehoben. Weitere Details habe das Ministerium vorerst nicht genannt, hieß es weiter.

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Germania übernahm rund 15 Prozent aller 157 Abschiebeflüge

Germania hat dem Bericht zufolge von Januar bis November 2018 rund 15 Prozent aller 157 Abschiebeflüge mit Beteiligung der Bundespolizei übernommen. Das gehe aus Berechnungen von MDR Aktuell auf Grundlage einer Antwort der Bundesregierung auf eine kleine Anfrage im Bundestag der Linken hervor.

Demnach hätten Maschinen der insolventen Fluglinie allein vom Flughafen Leipzig/Halle im vergangenen Jahr fünf Mal für Abschiebungen abgehoben. Häufiger sei Germania nur von Düsseldorf geflogen. Die meisten Flüge seien nach Mazedonien und Tunesien gegangen, berichtet der MDR.

Lesen Sie hier: Germania ist pleite: Bekommen Passagiere Geld zurück?

Von RND/epd