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Deutschland / Welt Israel zählt 400 Raketen und Granaten aus Gaza – Hamas stellt Ultimatum
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13:56 13.11.2018
Nach einem israelischen Luftangriff ist eine Explosion an der Station des Hamas-Fernsehsenders Al-Aksa zu sehen. Quelle: Stringer/dpa
Jerusalem/Tel Aviv

Die Lage im Gazastreifen spitzt sich gefährlich zu: Nach israelischen Armeeangaben haben militante Palästinenser seit Montag rund 400 Raketen und Mörsergranaten aus dem Gazastreifen auf Israel abgefeuert. Es handele sich um die intensivsten Angriffe seit dem Gaza-Krieg 2014, sagte der israelische Armeesprecher Jonathan Conricus am Dienstag. Das Abwehrsystem Iron Dome (Eisenkuppel) habe mehr als 100 der Geschosse abgefangen.

Die Terrororganisation Hamas hat Israel mit Raketenangriffen auf die Städte Aschdod und Beerscheba gedroht, wenn die israelischen Luftangriffe auf den Gazastreifen weitergehen. Die Warnung des militanten Flügels der Terrorgruppe kam am Dienstag wenige Stunden, nachdem bei einem Raketeneinschlag in einem Wohnhaus in Aschkelon ein Mann getötet wurde. Die Rakete schlug am Morgen ein, teilte der israelische Rettungsdienst Magen David Adom mit. Die Frau des Getöteten sei schwer verletzt worden.

Die Lage eskaliert wieder, nachdem der Einsatz einer israelischen Spezialeinheit im Gazastreifen am Sonntag fehlgeschlagen war. Dabei waren sieben militante Palästinenser und ein israelischer Offizier getötet worden.

Israels Armee griff mehr als 100 Ziele im Gazastreifen an

Als Reaktion auf den Raketenbeschuss habe die israelische Armee mehr als 100 Ziele der im Gazastreifen herrschenden Hamas sowie der Terrorgruppe Islamischer Dschihad angegriffen, sagte der Armeesprecher. An den Angriffen seien Panzer, die Luftwaffe sowie die Marine beteiligt gewesen. Unter anderem seien Waffenlager und unterirdische Infrastruktur getroffen worden.

Der israelische Armeesprecher sagte, es seien vier große Gebäude der Hamas getroffen worden, darunter der Fernsehsender Al-Aksa, ein Gebäude der Hamas-Sicherheitskräfte in Gaza sowie eine Einrichtung des Militärgeheimdienstes.

Rakete aus Gaza schlägt in Wohnhaus ein - ein Toter

Wie das palästinensische Gesundheitsministerium in Gaza mitteilte, sind bei den israelischen Angriffen im Gazastreifen vier militante Palästinenser getötet worden. In der israelischen Stadt Aschkelon starb ein Mensch, nachdem eine aus dem Gazastreifen abgefeuerte Rakete in sein Haus eingeschlagen war. Auf beiden Seiten gab es Verletzte.

Nach israelischen Informationen verfügt die Hamas über ein Arsenal von rund 20.000 Raketen und Mörsergranaten verschiedener Reichweite. Einige davon könnten die größten israelische Städte Tel Aviv und Jerusalem erreichen und sogar Ziele darüber hinaus, sagte Conricus. „Leider ist die Hamas noch lange nicht am Ende ihrer Fähigkeiten angelangt“, sagte er. „Es ist eher die Frage, welchen Preis sie bereit sind zu zahlen.“

Er warf der Hamas vor, die eigene Bevölkerung gezielt als „menschliche Schutzschilde“ zu missbrauchen. „Hamas initiiert die Gewalt und bring Zerstörung über den Gazastreifen.“ Die Hamas-Führung selbst sei in den Untergrund gegangen. Die Hamas drohte Israel mit neuen Raketenangriffen auf Aschdod und Beerscheba gedroht, sollte die israelische Armee weitere Luftangriffe auf den Gazastreifen starten.

Von RND/dpa/jw

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