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Deutschland / Welt Was die G20 sich vornehmen
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10:04 16.11.2015
Kanzlerin Angela Merkel und Präsident Vladimir Putin beim G20-Gipfel in der Türkei.  Quelle: dpa
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Belek

Wir stellen die Entwürfe der Abschlusserklärungen des Gipfels am Montag im türkischen Belek bei Antalya vor. Kurz gefasst steht darin:

Terrorismus: "Wir bleiben geeint im Kampf gegen den Terrorismus." Die G20 spricht den Opfern der Anschläge von Paris und deren Angehörigen ihr Mitgefühl aus. Die Finanzquellen des Terrors sollen ausgetrocknet werden. Die Länder wollen Grenzschutz- und Geheimdienstinformationen austauschen, um die Mobilität von Terroristen zu verhindern.

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Flüchtlinge: "Das Ausmaß der anhaltenden Flüchtlingskrise ist von weltweiter Besorgnis mit großen humanitären, politischen, sozialen und wirtschaftlichen Auswirkungen." Die G20 versprechen, Flüchtlinge besser zu schützen und zu unterstützen. Damit die Fluchtgründe entfallen, müssten politische Konflikte gelöst werden. Alle Staaten sollten zur Bewältigung der Krise beitragen.

Wirtschaft: "Das globale Wirtschaftswachstum ist unausgewogen und bleibt hinter unseren Erwartungen zurück." Die G20 halten am Ziel fest, das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ihrer Mitglieder bis 2018 um zusätzliche zwei Prozentpunkte zu steigern. Vergleichspunkt sind die Wachstumsprognosen des Internationalen Währungsfonds (IWF) ab 2013. Ein Drittel des Wegs sei bereits geschafft.

Abbau von Ungleichheit: "Wachsende Ungleichheit in vielen Ländern bedeutet Risiken für den sozialen Zusammenhalt und das Wohlergehen unserer Bürger." Deshalb wollen die G20 vor allem "mehr und bessere Jobs" schaffen und die Jugendarbeitslosigkeit bis 2025 um 15 Prozent senken.

Steuervermeidung: "Um ein weltweit faires und modernes internationales Steuersystem zu schaffen", wollen die G20 und die OECD die Steuervermeidung internationaler Konzerne unterbinden. Die Firmen sollen dort Steuern zahlen, wo Investitionen getätigt werden und Gewinne anfallen. Die Steuerbehörden verschiedener Länder sollen verstärkt Daten austauschen.

Klima: "Klimawandel ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit", heißt es im Entwurf. Die G20 setzen auf einen Erfolg der Weltklimakonferenz in zwei Wochen in Paris. Die genaue Wortwahl zum Kampf gegen die Erderwärmung war bis zur letzten Minute aber noch umstritten, wie europäische Delegationskreise berichteten.

dpa

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