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Greta Thunbergs einfache Botschaft an US-Politiker

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21:45 18.09.2019
Greta Thunberg, Umweltaktivistin aus Schweden, spricht bei der Anhörung zum Klimawandel vor dem Ausschuss für auswärtige Angelegenheiten des US-Repräsentantenhauses. Quelle: Jacquelyn Martin/AP/dpa

Ihre Stimme war leise. Und viele Worte verlor Greta Thunberg im ehrwürdigen US-Kongress nicht. Doch die knappen Antworten der Klimaaktivistin trafen meist ins Schwarze. Was es für einen Sinn mache, dass die USA ihre Emissionen zurückführen, wenn doch China die Atmosphäre verpeste, hielt ihr ein republikanischer Politiker entgegen. „Nun, ich komme aus Schweden, einem kleinen Land. Und da fragen die Leute das Gleiche mit Bezug auf Amerika“, erwiderte sie.

Es ist kaum anzunehmen, dass die 16-Jährige alle Abgeordneten der beiden Kongressausschüsse bei der Anhörung überzeugt hat. Manche hielten Gegenreferate, rund die Hälfte war erst gar nicht gekommen. Immerhin nickten viele Demokraten zustimmend. Sie wollen mit dem Umweltthema im Wahlkampf punkten.

Doch die eigentliche Wirkung erzielt Thunberg durch die Bilder: Eine zierliche, zerbrechlich wirkende junge Frau überbringt den Mächtigen eine simple Botschaft „Ich habe keine eigene Stellungnahme abzugeben. Ich möchte, dass Sie auf die Wissenschaft hören“, forderte sie. Die lasse an den Gefahren des Klimawandels keinen Zweifel.

Man kann an dem Personenkult und der Vermarktung von Greta Thunberg manche Kritik üben. Man kann ihre Forderungen unrealistisch und zu radikal finden. Aber eines kann man der 16-Jährigen nicht vorwerfen – dass sie den Starruhm genießt. Im Gegenteil wirkt sie bei ihren Auftritten in den USA extrem zurückhaltend und öffentlichkeitsscheu. Ihre karge Botschaft wirkt dafür umso authentischer.

Die äußere Schwäche macht die wahre Stärke dieser Mahnerin aus.

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Von Karl Doemens/RND

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