Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Deutschland / Welt Groteske für Deutschland
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Groteske für Deutschland
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:17 22.03.2019
Die Staatsanwaltschaft Stuttgart prüft Ermittlungen in der Spendenaffäre von AfD-Chef Jörg Meuthen. Quelle: Matthias Balk/dpa
Kommentar

 

 

Was unterscheidet die AfD noch von einer „Altpartei“? Die Spitzenkandidaten für die Europawahl, Jörg Meuthen und Guido Reil, stecken mitten in einer Spendenaffäre, die jeden Tag dubioser wird. Fraktionschefin Alice Weidel watet durch ihren eigenen Spendensumpf. Und die handelnden Personen tun so, als ginge sie es alles nichts an.

Jetzt kommt heraus, dass die Geldgeber für Meuthens Wahlkampf Strohleute bezahlt haben sollen, um wahre Spender zu vertuschen. Bei Weidel gibt es denselben Vorwurf. Die Partei sagt: Uns doch egal. Eigene Recherchen zur Herkunft des Geldes will man nicht anstellen. Das Problem läge allein bei den Firmen, die Spenden gesammelt und weitergeleitet hätten.

Noch funktioniert die Wagenburg AfD. Niemand will Parteichef Meuthen frontal angreifen, nicht vor der Europawahl. Und auch Fraktionschefin Weidel wird noch geduldet.

Im Laufe des Jahres aber könnte es für beide eng werden. Partei- und Fraktionsvorstand werden im Herbst neu gewählt. Ein schlechtes Ergebnis bei der Europawahl wird Meuthen weiter schwächen. Seine Gegner sammeln sich bereits. Weidel muss ebenfalls zittern. Die AfD könnte sich ein weiteres Mal häuten. Was wird sie dann für eine Partei sein?

Von Jan Sternberg/RND

Kommentare 0 Nutzungsbedingungen
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Die HAZ freut sich am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Michael Rüter, Wahlkampfmanager aus Hannover, krempelt die Kampagne der SPD kräftig um. Die Mittel für klassische Wahlkampfmittel streicht er zusammen – jeder freigewordene Cent fließt ins Netz. Das gefällt nicht jedem.

22.03.2019

Rund 200 Polizisten haben am Freitag Objekte von Verdächtigen in der salafistischen Szene im Rhein-Main-Gebiet durchsucht. Die Anschlagsplanungen waren bereits weit fortgeschritten.

22.03.2019

Der Todesschütze von Utrecht hat die Tat gestanden. Das teilte die Staatsanwaltschaft mit. Der 37-jährige Gökmen T. hat am Montag in einer Straßenbahn drei Personen erschossen.

22.03.2019