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Deutschland / Welt Grüße aus Tel Aviv: Iraner, wir lieben euch!
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06:16 24.03.2012
Von Susanne Iden
Grüße aus Tel Aviv: Iraner, wir lieben euch! Quelle: dpa
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Hannover

"Iraner: Wir werden niemals euer Land bombardieren. Wir lieben euch!", hat der Grafiker Ronny Edry aus Tel Aviv vor ein paar Tagen auf seiner Facebook-Seite gepostet mit einem Bild von sich und seiner kleinen Tochter. In der gleichen Nacht hatte er Dutzende von Antworten aus dem Iran. "Meine israelischen Freunde. Ich hasse euch nicht. Ich will keinen Krieg", schrieb eine Studentin aus Teheran. Auch sie stellte, was unter den Augen des Mullah-Regimes mutig ist, ihr Bild dazu ins Netz. Aus der spontanen Idee ist ein vieltausendfacher Austausch geworden. Vielleicht, sagt Ronny Edry, "können wir die Kriegstreiberei beenden, wenn wir einfach miteinander reden".

Im Wald, da sind die Räuber und machen richtig Holz. Alle zwei Sekunden wird eine Wunde von der Größe eines Fußballfeldes aus den Wäldern dieser Erde geschlagen - illegal, von Holzdieben. Das damit verdiente Geld wandert in die Taschen des organisierten Verbrechens und als Bakschisch in die Hände korrupter Regierungsbeamter, die so tun, als hörten sie die Kettensägen in den Wäldern Madagaskars, Indonesiens oder Westafrikas nicht. Das Geschäft lohnt sich vor allem deshalb, weil die Reichen dieser Welt nicht wissen, wohin mit ihrem Geld. So sind in China derzeit Betten aus madagassischem Rosenholz en vogue - für den stolzen Preis von einer Million Dollar.

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Mit GPS-Geräten für Pygmäen will eine Handvoll Briten die "Waldmenschen" im zentralafrikanischen Kongobecken nicht vor Räubern, sondern vor der Vertreibung durch den eigenen Staat retten. Seit Jahrtausenden leben die Pygmäen hier. Doch für die Anrainerstaaten als Landbesitzer zählen die Schätze des Regenwaldes, Edelholz und Mineralien, mehr als Leben und Kultur dieser Stämme. Holzschlag und Bergbau zerstören in rasendem Tempo die Lebensgrundlagen der Jäger und Sammler. Mithilfe der satellitengestützten Ortungssysteme der "Rain Forest Foundation" vermessen die Pygmäen ihre Jagdgebiete, die Sammelstellen für Honig oder Mangos und ihre heiligen Stätten. Am Ende soll eine Karte entstehen, die gerichtsfähig beweist: Hier leben Menschen. Und die Wälder können nicht ohne Rücksicht auf diese Menschen ausgebeutet werden.

Den "furchterregendsten Platz der Welt" will US-Präsident Barack Obama am Sonntag besuchen - die demilitarisierte Zone zwischen Nord- und Südkorea. Sein Auftritt an der Grenze, die sein Vorvorgänger Bill Clinton einst als so bedrückenden Ort beschrieb, soll Warnung gegenüber dem Norden wie Solidaritätsbekundung mit dem Süden sein. Am Sonntag beginnt in Seoul der dreitägige Atomgipfel, der die Weichen stellen soll für einen Schutzschirm gegen Atomterrorismus. Mit dem stalinistischen Regime in Nordkroea wird dann auch wieder über die Einstellung seines Atomprogramms verhandelt. Die Gespräche stehen unter einem schlechten Stern: Gerade verkündete Pjöngjang, demnächst eine Rakete mit einem Satelliten ins All schießen zu wollen - unter absichtlicher Verletzung von UN-Resolutionen. Und mit dem Risiko, die versprochene amerikanische Lebensmittelhilfe wieder zu verlieren.

Karl Doeleke 21.03.2012
Stefan Koch 21.03.2012