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Deutschland / Welt Guttenberg: Ausbildung in Afghanistan weiter als geplant
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Guttenberg: Ausbildung in Afghanistan weiter als geplant
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10:58 05.12.2010
Bundesverteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) Quelle: dpa (Archiv)
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Er könne feststellen, „dass wir hier weiter sind, als wir eigentlich anvisiert hatten zu diesem Zeitpunkt“, sagte Guttenberg im Deutschlandfunk. Ziel sei es, bis Ende kommenden Jahres 300.000 afghanische Sicherheitskräfte auszubilden. Für die vorgesehene schrittweise Übergabe der Sicherheitsverantwortung an die Afghanen sei man gut im Plan.

Schon im ersten Halbjahr 2011 soll dies in den ersten Provinzen umgesetzt werden. Ende 2014 soll der Prozess abgeschlossen sein und der Kampfeinsatz der Nato enden. Allerdings sollen auch danach noch internationale Truppen im Land bleiben. Man wolle auch „ein gewisses Maß an Menschenrechtserfolgen sehen“, sagte Guttenberg. Problembereiche seien vor allem der Drogenanbau und die Korruption.

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Nach Umsetzung der geplanten Bundeswehrreform rechnet der Minister mit „einer fünfstelligen Zahl“ freiwillig Dienender. Bisher war von 7500 die Rede. „Ich bin überzeugt davon, dass wir das deutlich überschreiten können“, sagte Guttenberg. Für die Freiwilligen gebe es vom ersten Monat an einen Zuschlag zum Wehrsold. Es müsse weitere Angebote geben, um den Dienst attraktiv zu machen, vor allem im Bereich der Ausbildung. Guttenberg erwägt unter anderem Bonuspunkte bei der Zulassung zum Studium. Aus den dafür zuständigen Bundesländern habe er positive Signale vernommen.

Im Gespräch mit der „Super Illu“ betonte Guttenberg, die Abschaffung der Wehrpflicht sei nicht in erster Linie eine Sparmaßnahme: „Vor allem wollen wir durch die Reform flexibler, professioneller und effizienter werden.“ Es dürfe „keine Bundeswehr nach Kassenlage“ geben. „Aber natürlich wird die Bundeswehr mittelfristig unterm Strich auch billiger werden, wenn wir von 255.000 auf bis zu 185.000 Soldaten und bei den Zivilbeschäftigten von 76.000 auf 60.000 bis 65.000 abschmelzen.“

dpa