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Deutschland / Welt Heikle Entscheidung zwischen von der Leyen und McAllister?
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Heikle Entscheidung zwischen von der Leyen und McAllister?
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07:51 14.06.2010
Christian Wulff (Mitte), Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen und der Landesvorsitzende David McAllister (alle CDU). Quelle: dpa
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Christian Wulff will sich am 30. Juni in der Bundesversammlung zum Bundespräsidenten wählen lassen. An Wulffs Wahl spätestens im dritten Wahlgang wird in der CDU-Führung nicht gezweifelt. „Roman Herzog, der ein sehr populärer Bundespräsident wurde, ist auch erst im dritten Wahlgang gewählt worden“, sagte CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe am Sonntagabend im ZDF.

Unklar ist indessen, wer Wulff im Kreis der vier Stellvertreter der Bundesvorsitzenden Angela Merkel nachfolgen soll. CDU-Führungskreise sowohl in Hannover wie auch in Berlin äußern sich nur ausweichend zu dieser Frage.

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Als gesetzt gilt, dass der niedersächsischen CDU der Posten zusteht. In ersten spekulativen Berichten, etwa im „Kölner Stadt-Anzeiger“, wurde Arbeitsministerin Ursula von der Leyen genannt. Für die Politikerin spricht, dass sie bereits bei der Auswahl eines Kandidaten für die Bundespräsidentenwahl tagelang als Favoritin der Union galt und auf diese Weise getröstet und gestärkt werden könnte. Jedoch gibt es dem Vernehmen auch diesmal keinen zu Gunsten von der Leyens wirkenden Automatismus: Den Vize-Posten könnte auch Niedersachsens designierter Ministerpräsident David McAllister beanspruchen. Würde er nicht die Hand heben, ginge er auf bundespolitischer Ebene vom ersten Tag an deutlich schwächer an den Start als sein Amtsvorgänger Wulff.

Matthias Koch