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Deutschland / Welt In NRW beginnt das Ringen um die Regierungsmacht
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22:39 10.05.2010
Von Dirk Schmaler
Zwischen Vorwärtsdrang und Skepsis: Die nordrhein-westfälische SPD-Spitzenkandidatin Hannelore Kraft und Parteichef Sigmar Gabriel. Quelle: dpa
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Die drittstärkste Kraft wurden die Grünen mit 12,1 Prozent und 23 Mandaten.Die FDP stellt mit 6,7 Prozent künftig 13 Abgeordnete. Die Linken ziehen bei 5,6 Prozent erstmals mit elf Parlamentariern in den Landtag des bevölkerungsreichsten Bundeslands ein. Die Wahlbeteiligung sank von 63 auf 59,3 Prozent.

SPD-Spitzenkandidatin Hannelore Kraft meldete den Anspruch an, die neue Regierung in Düsseldorf zu führen. „Wir haben den Auftrag, die Regierung zu bilden“, sagte Kraft an der Seite von SPD-Chef Sigmar Gabriel vor Journalisten in Berlin. Kraft schloss eine Koalition mit Grünen und Linken nicht aus, erteilte aber einer Tolerierung durch die Linkspartei eine Absage. Gabriel forderte die FDP auf, ihr Nein zu einer rot-gelb-grünen Ampel zu überdenken.

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Politiker der CDU forderten eine Große Koalition in Düsseldorf. „Nordrhein-Westfalen braucht eine stabile Regierung“, betonte Ministerpräsident Jürgen Rüttgers. Die Grünen hatten zuvor signalisiert, sie seien auch zu Verhandlungen über ein rot-rot-grünes Bündnis mit SPD und Linkspartei bereit. Mehrere Politiker der Linkspartei erklärten, an ihnen führe nun kein Weg mehr vorbei.

Am Abend traten die Landesvorstände der Landtagsparteien in Düsseldorf zu Beratungen zusammen. Trotz der schweren Niederlage der CDU, die am Sonntag mehr als zehn Prozentpunkte eingebüßt hatte und auf ihr bisher schlechtestes Ergebnis in Nordrhein-Westfalen abgestürzt war, blieb Rüttgers im Amt und betonte, dies sei der Wunsch des CDU-Landesvorstands.

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