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Integrationsbeauftragte: „Ein Terrorakt auf uns alle“

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11:39 18.06.2019
„Walter Lübcke steht für zahllose Menschen, die sich vor Ort für andere einsetzen“: Annette Widmann-Mauz, Integrationsbeauftragte der Bundesregierung. Quelle: Bongarts/Getty Images
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Berlin

Die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung hat mit Entsetzen auf den Verdacht eines rechtsextremistisch motivierten Mordes an dem nordhessischen Regierungspräsidenten Walter Lübcke reagiert. „Falls sich der dringende Tatverdacht bestätigt, dann ist das rechtsradikaler Terrorismus“, sagte Annette Widmann-Mauz dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND).

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Die CDU-Politikerin sprach all jenen Menschen, die sich in Deutschland für Schutzsuchende einsetzen, ihre Solidarität aus. „Diese abscheuliche Tat ist ein Terrorakt auf uns alle, auf unsere Demokratie. Walter Lübcke steht für zahllose Menschen, die sich vor Ort für andere engagieren, für Solidarität und Weltoffenheit.“

„Klima der Angst“ unter Migranten und Helfern

Widmann-Mauz verwies zudem auf weitreichende Folgen, die ein solches Verbrechen für das Zusammenleben in Deutschland haben kann: „Rechter Terror schafft ein Klima der Angst bei Menschen mit Migrationshintergrund und all denen, die sich jeden Tag vor Ort für andere stark machen. Dass Menschen wegen ihres Aussehens, ihrer Herkunft, Religion oder ihres Einsatzes für andere verfolgt und ermordet werden, darf es in Deutschland nie wieder geben.“

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Die Staatsministerin im Kanzleramt mahnte eine schnelle Aufklärung des Mordfalls an.

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Von kor/RND