Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Deutschland / Welt Iran deutet Verhandlungsbereitschaft im Atom-Streit an
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Iran deutet Verhandlungsbereitschaft im Atom-Streit an
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:10 30.11.2009
Quelle: Heusel (Symbolbild)
Anzeige

Der Iran wolle die Arbeit an dem Atomprogramm unter der Aufsicht der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) fortsetzen, um dessen „friedlichen“ Charakter klarzustellen. Wenn es jedoch zu „politischen Tricks“ komme, werde der Iran seine Politik ändern, warnte Laridschani.

Der Iran hatte nach einer Rüge durch die IAEA angekündigt, zehn neue Anlagen zur Urananreicherung zu bauen. Irans Parlament forderte zudem die Regierung auf, die Zusammenarbeit mit der IAEA einzuschränken. Staatliche iranische Medien berichteten zudem von Regierungsplänen, wonach Teheran sein Uran selbst auf bis zu 20 Prozent anreichern will.

Anzeige

Eine Sprecherin des Auswärtigen Amtes in Berlin sagte am Sonntagabend, die Ankündigung Teherans zum Bau der neuen Anlagen werde von der Bundesregierung „mit großer Sorge“ verfolgt. Die USA warfen dem Iran vor, mit seinen Plänen zur Intensivierung der Urananreicherung seine Verpflichtungen zu missachten. Der Iran sei verpflichtet, alle Aktivitäten zur Anreicherung von Uran auszusetzen, dies gelte auch für den Bau neuer Anlagen, erklärte das US-Außenministerium in Washington.

afp

Mehr zum Thema

Der Iran will bei einem Scheitern der Gespräche über die Uran-Anreicherung im Ausland seine Uranvorräte selbst weiter anreichern.

19.10.2009

Im Streit um das iranische Atomprogramm haben sich Fortschritte abgezeichnet. Die USA, Frankreich und Russland stimmten dem Schlichtungsvorschlag der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEO) zu, Teherans Reaktion stand zunächst noch aus.

23.10.2009

Der Iran brüskiert im Atomstreit den Westen: Teheran plant den Bau von zehn neuen Anlagen zur Anreicherung von Uran. Zuvor hatte der Iran einen internationalen Kompromissvorschlag zurückgewiesen, das angereicherte Uran im Ausland produzieren zu lassen.

29.11.2009