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Deutschland / Welt Islamisten entführen Europäer in Algerien
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Islamisten entführen Europäer in Algerien
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17:50 16.01.2013
Schwer bewaffnete Angreifer in drei Fahrzeugen haben am frühen Morgen das Gasfeld Ain Amenas des Energiekonzerns BP überfallen. Quelle: dpa
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Algier

War in ersten Berichten zunächst nur von sechs ausländischen Geiseln die Reden, so meldeten zwei algerische Zeitungen am Nachmittag 40 beziehungsweise 41 ausländische Gefangene. Nach Medienberichten handelt es sich bei den Geiselnehmern um Mitglieder der Al-Kaida im islamischen Maghreb (AQMI). Sie ist eine von drei Gruppen, gegen die Frankreich im benachbarten Mali kämpft. Die Organisation mit starken Wurzeln in Algerien hatte Rache für die französische Offensive angedroht.

Das Gasfeld ist über 1.000 Kilometer von der Grenze zu Mali entfernt. Streitkräfte hätten die Entführer und ihre Geiseln verfolgt und eingekreist, hieß es aus algerischen Sicherheitskreisen. Die Soldaten stünden nun in Verhandlungen mit den Islamisten. BP bestätigte am Mittwoch einen "sicherheitsrelevanten Vorfall" am Gasfeld Ain Amenas im Osten Algeriens nahe der Grenze zu Libyen. Die Behörden in Dublin teilten mit, einer den Entführten sei Ire. Das britische Außenministerium bestätigte einen "terroristischen Vorfall" nahe Ain Amenas.

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Das Gasfeld wird von BP, dem norwegischen Energiekonzern Statoil und dem algerischen Staatsunternehmen Sonatrach gemeinsam betrieben. Die japanische Firma JGC Group ist als Dienstleister vor Ort. Der japanische Chefkabinettssekretär Yoshihide Suga sagte, unter den Entführten seien auch japanische Mitarbeiter von JGC.


dapd/dpa

Dieser Artikel wurde aktualisiert.