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Deutschland / Welt Israelis durch syrische Granaten verletzt
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Israelis durch syrische Granaten verletzt
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17:23 09.10.2013
Im syrisch-israelischen Grenzbereich ist es am Mittwoch wieder zu Gefechten gekommen. Quelle: dpa
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Tel Aviv

Die Lage an der israelisch-syrischen Grenze bleibt brisant. Zwei aus Syrien abgefeuerte Granaten trafen am Mittwoch einen israelischen Beobachtungsposten auf den Golanhöhen. Zwei Soldaten hätten dabei am Mittwoch leichte Verletzungen erlitten, teilte eine Sprecherin der Armee auf Anfrage mit. Israelische Einheiten nahmen den Punkt, von dem aus die Granaten abgeschossen worden waren, daraufhin unter Feuer. Wer die Granaten abgefeuert hatte und ob es auf syrischer Seite durch den israelischen Beschuss Opfer gab, blieb unbekannt.

Die Armee ging nach eigenen Angaben davon aus, dass es sich wie schon so oft zuvor um Geschosse handelte, die bei den schweren innersyrischen Kämpfen nur versehentlich in Israel eingeschlagen seien. Israel wird seit dem vergangenen Jahr immer wieder von verirrten Geschossen aus Syrien getroffen. Mehrmals hatte die Armee auch schon zuvor zurückgeschossen.

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Israels Generalstabschef Benny Gantz hatte erst am Vortag vor der Gefahr eines plötzlich ausbrechenden Krieges gewarnt. Es würde reichen, dass zu dem Terrornetzwerk Al-Kaida gehörende Rebellen einen israelischen Bataillionskommandeur nach Syrien entführen, sagte Gantz. In einem solchen Krieg könne ganz Israel unter Beschuss von tausenden Raketen der Schiiten-Miliz Hisbollah aus dem Südlibanon geraten. „Die Idylle auf dem Golan kann jeden Augenblick explosionsartig in eine Szenerie aus Blut, Feuer und Rauch umschlagen“, zitierte die Zeitung „Jediot Achronot“ Gantz.

Israel hatte die Golanhöhen im Sechstagekrieg 1967 von Syrien erobert und später annektiert. Beide Länder befinden sich offiziell im Kriegszustand. Ein Jahr nach dem Jom-Kippur-Krieg von 1973 wurde die Einrichtung einer Pufferzone unter UN-Kontrolle vereinbart. Dort dürfen sich eigentlich nur UN-Beobachtertruppen aufhalten. Allerdings ignorieren sowohl Rebellen als auch Regierungstruppen oft diese Vereinbarung.

dpa

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