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Deutschland / Welt Italien vor schwieriger Regierungsbildung
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08:58 26.02.2013
Silvio Berlusconi liegt in einer der beiden Kammern vorn.
Silvio Berlusconi liegt in einer der beiden Kammern vorn. Quelle: dpa
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Rom

Nach den Parlamentswahlen in Italien könnte die Regierungsbildung schwierig werden. Nach ersten Hochrechnungen liegt das Mitte-Rechts-Bündnis des früheren Regierungschefs Silvio Berlusconi im umkämpften Senat überraschend vorn. Für das Abgeordnetenhaus lagen zunächst keine Hochrechnungen vor, Prognosen sahen dort das Mitte-Links-Bündnis Pier Luigi Bersanis vorn.

Im Senat führt das Berlusconi-Lager nach einer Hochrechnung des Rai-Fernsehens vom Montag mit 31,6 Prozent vor Bersanis Bündnis, das auf 29,4 Prozent kommt. Eine zweite Hochrechnung des Sky-Senders kam zu ähnlichen Ergebnissen. Damit wurde der von den Prognosen angegebene Trend im Senat wieder umgekehrt.

Die Populisten der Bewegung „Fünf Sterne“ des Komikers Beppe Grillo wurden den Hochrechnungen zufolge zweitstärkste Einzelpartei in der zweiten Kammer. Sie kommen sensationell auf knapp 25 Prozent. Abgeschlagen an vierter Stelle folgt die Liste des bisherigen Regierungschefs Mario Monti, dessen Bündnis der Mitte nur auf 8,2 bis 9,6 Prozent kommt.

Rund drei Viertel der wahlberechtigten Italiener haben bei den Parlamentswahlen am Sonntag und Montag ihre Stimme abgegeben. Die Beteiligung bei der Wahl des Abgeordnetenhauses lag nach Schließung der Wahllokale am Montagnachmittag bei 75,2 Prozent, wie das Innenministerium in Rom mitteilte. Bei den Wahlen vor fünf Jahren hatten 81,0 Prozent ihre Stimme abgegeben. An der Wahl des Senats - der zweiten Parlamentskammer - beteiligten sich 75,1 Prozent der Wahlberechtigten. 2008 waren es 80,9 Prozent. Rund 50 Millionen Italiener waren am Sonntag und Montag aufgerufen, ein neues Parlament zu bestimmen.

dpa


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