Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Deutschland / Welt Jeder zweite Deutsche würde online wählen
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Jeder zweite Deutsche würde online wählen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:42 17.01.2013
Stimmengabe im Wahllokal: Nicht jeder findet das noch zeitgemäß. Quelle: dpa
Anzeige
Unterschleißheim

Rund 51 Prozent der Deutschen würden bei der Bundestagswahl in diesem Jahr ihre Stimme über das Internet abgeben – sofern sie die Möglichkeit dazu hätten. Unter den 18- bis 29-Jährigen ist die Zustimmung sogar noch höher: Hier würden sogar 65 Prozent online wählen. Das hat eine Umfrage von forsa im Auftrag von Microsoft Deutschland ergeben. Ein weiteres Ergebnis: Zwei Drittel der Bundesbürger möchten sich im Netz an politischen Diskussionen oder Abstimmungen beteiligen. Und jeder dritte Deutsche glaubt, dass die Teilnahme an politischen Prozessen ein  Mittel gegen Politikverdrossenheit sein könnte. Für die Umfrage hatte forsa über 1000 wahlberechtigte Deutsche interviewt.

Bei der Zustimmung zur Online-Wahl sind demnach zwei Faktoren ausschlaggebend: Sie gilt als bequem und schnell. So meinen 43 Prozent der Befragten, dass Internetwahlen einfacher und bequemer sind als herkömmliche Briefwahlen. 42 Prozent halten das Argument für überzeugend, dass Internetwahlen ohne große Schwierigkeiten und noch am Wahltag selbst möglich sind. 37 Prozent glauben, dass an Internetwahlen auch Bürger teilnehmen würden, die sich sonst gar nicht an Wahlen beteiligen.

Anzeige

Ob sich über das Internet auch das Vertrauen in die Politik stärken lässt, bezweifeln jedoch die meisten der Befragten. Nur 17 Prozent glauben, dass direkte Kontakte von Politikern und Bürgern im Netz vertrauensbildend wirken.

Erstmals waren bei der Bundestagswahl 2005 Wahlcomputer eingesetzt worden, über die rund zwei Millionen Wähler ihre Stimme abgegeben hatten. 2009 war aber der Einsatz von Wahlcomputern vom Bundesverfassungsgericht für verfassungswidrig erklärt worden, da die erforderliche Transparenz für die Bürger nicht gegeben sei.

r.