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Deutschland / Welt Jung schließt militärische Einsätze deutscher AWACS-Flugzeuge aus
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10:31 02.07.2009
Verteidigungsminister Jung ist gegen militärische Einsätze deutscher AWACS-Flugzeuge in Afghanistan. Quelle: Pierre Verdy/afp

Der Bundestag wollte am Nachmittag über die Beteiligung der Bundeswehr an dem geplanten AWACS-Einsatz abstimmen. Bis zu 300 Soldaten sollen nach dem Willen der Bundesregierung an der Überwachung des afghanischen Luftraums mitwirken.

Jung wies den Vorwurf von Ex-Generalinspekteur Harald Kujat zurück, die Bundeswehr halte sich mit dem Einsatz schwerer Waffen zurück, um in Afghanistan den Eindruck eines Krieges zu vermeiden. „Ich halte die Aussagen von Herrn Kujat für unverantwortlich“, sagte der Minister. Die deutschen Soldaten seien gut ausgebildet und gut ausgerüstet. „Sie bekommen genau das, was sie für ihren Einsatz brauchen.“ Jung fügte hinzu, es handele sich um keinen Kriegs-, sondern um einen Stabilisierungseinsatz. Natürlich seien die Soldaten im Kampfeinsatz, aber es sei kein Krieg. Jung forderte ein Ende der Diskussion, „weil sie nur den Taliban Rechnung trägt, denn die wollen natürlich einen heiligen Krieg daraus machen“.

Im ZDF-Morgenmagazin nannte Jung die Kriegsdiskussion „unverantwortlich“. Nicht nur die militärische Situation sei entscheidend, um in Afghanistan Erfolg zu haben, „sondern wir müssen beides zusammenführen: Wir brauchen militärische Sicherheit und auch Wiederaufbau, wir müssen das Vertrauen der Menschen gewinnen, das ist ganz entscheidend um erfolgreich zu sein“.

Auch wenn die Skepsis in der deutschen Bevölkerung deutlich zugenommen hat, werde dies den Afghanistan-Einsatz nicht verändern, hob Jung hervor: „Entweder bekämpfen wir den Terrorismus in Afghanistan oder der Terrorismus kommt zu uns.“

afp

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