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Deutschland / Welt Jung trifft Würdenträger aus Problemdistrikt in Kundus
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10:32 11.03.2009
Verteidigungsminister Franz Josef Jung (CDU, r.) spricht am Dienstag in Faisabad, Afghanistan, bei dem Besuch eines Brückenprojektes mit dem Gouverneur der Provinz Badakhshan, Hadji Monchi Abdul Majeed (l.) und dem Leiter des Baubueros, Hauptmann Andreas Herzig. Quelle: Rainer Jensen/ddp
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Leider habe es wieder einen Raketenangriff gegeben, dabei sei glücklicherweise niemand verletzt worden, sagte Jung am Mittwoch in Kundus. Er traf sich dort mit Würdenträgern aus dem Problemdistrikt Chahar Darreh, um über die Sicherheitslage zu beraten. „Wir sind auch auf ihre Unterstützung angewiesen“, betonte Jung.

Aus diesem Gebiet westlich des Bundeswehrlagers waren am Dienstag drei Raketen auf den Bundeswehrstandort abgeschossen worden. Zwei Geschosse hatten das Lager verfehlt, eines die Außenmauer getroffen.

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Die Vertreter der Region baten um Unterstützung. Wenn beispielsweise arbeitslose Jugendliche eine Beschäftigung finden würden, würde sich die Sicherheitslage auch verbessern. Jung verwies darauf, dass Deutschland gerade seine finanziellen Anstrengungen für Afghanistan von 80 auf 179 Millionen Euro erhöht habe. Es gehe darum, dass die Bevölkerung unmittelbar spüre, dass etwas vorangehe, sagte Jung.

Von Kundus aus wollte der Minister in die afghanische Hauptstadt Kabul weiterreisen. Dort stehen politische Gespräche mit seinem afghanischen Amtskollegen Abdul-Rahim Wardak sowie ein Besuch des Hauptquartiers der internationalen Schutztruppe ISAF auf dem Programm. Am Abend will Jung nach Berlin zurückfliegen.

Während seiner dreitägigen Afghanistan-Reise hatte der Verteidigungsminister zuvor auch die Bundeswehrstandorte Mazar-i-Sharif und Faisabad besucht.

ddp