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Deutschland / Welt Kalaschnikows in Kleinwagen in Bayern endeckt
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Kalaschnikows in Kleinwagen in Bayern endeckt
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12:58 15.11.2015
Gut eine Woche vor der Anschlagsserie in Paris haben Fahnder in Oberbayern einen Autofahrer mit einem umfangreichen Waffen-Arsenal festgenommen. Quelle: Symbolfoto
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  • Polizeibeamte stoppen am 5. November nahe Rosenheim den Kleinwagen eines aus Montenegro stammenden Mannes.
  • Im Wagen finden sie Kalaschnikows, Sturmgewehre, Handgranaten sowie Sprengstoff. Der Mann hatte Paris als Ziel in sein Navigationssystem eingegeben.
  • Die Behörden prüfen einen Zusammenhang mit den Anschlägen in Paris. Der Fahrer des Wagens schweigt bisher weitestgehend.

Gut eine Woche vor der Anschlagsserie in Paris haben Fahnder in Oberbayern einen Autofahrer mit einem umfangreichen Waffen-Arsenal festgenommen. Der 51-Jährige befand sich nach eigenen Angaben auf dem Weg in die französische Hauptstadt und steht deshalb nun unter Terrorverdacht. Ermittler prüfen einen möglichen Zusammenhang mit den Anschlägen vom Freitagabend. "Wir können eine Verbindung nach Paris herstellen, aber derzeit keine Verbindung zu den Terroranschlägen bestätigen", sagte ein Sprecher des Bayerischen Landeskriminalamtes (LKA) am Sonntag in München.

Bei der Kontrolle am 5. November auf der Autobahn 8 bei Bad Feilnbach nahe Rosenheim hatten Schleierfahnder im Kleinwagen des aus Montenegro stammenden Mannes unter anderem mehrere Kalaschnikow-Sturmgewehre, Handgranaten sowie Sprengstoff entdeckt. Gegen den Fahrer wurde Haftbefehl erlassen. Im Navigationssystem des Autos war als Ziel eine Adresse in Paris eingegeben. Auch auf einem Zettel sei diese Adresse vermerkt gewesen. Der Mann schweigt sich bisher weitergehend aus. Er gab lediglich an, er habe in Paris den Eiffelturm besichtigen wollen. Von den Waffen und Sprengmitteln in seinem Wagen will er nichts gewusst haben. Zunächst hatte der Bayerische Rundfunk über den spektakulären Fund berichtet.

"Es gibt einen Bezug nach Frankreich, aber es steht nicht fest, ob es einen Bezug zu diesem Anschlag gibt", sagte auch Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) am Samstag in Berlin. Auch Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) sagte, es werde ein Zusammenhang mit der Terrorserie in der französischen Hauptstadt geprüft. "Wenn jemand mehrere Kalaschnikows, Handgranaten und Sprengstoff transportiert, könnte das jemand aus dem Bereich der Schwerkriminalität sein. Der Verdacht liegt aber nahe, dass es sich um terroristische Absichten handelt, beziehungsweise jemand den Terroristen Waffen liefert", sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Nach Angaben des LKA und der Staatsanwaltschaft Traunstein wurden bei dem Mann am Donnerstag vergangener Woche acht Kalaschnikow-Sturmgewehre, zwei Handgranaten, zwei Pistolen, ein Revolver sowie 200 Gramm TNT-Sprengstoff sichergestellt. Die Waffen seien in unterschiedlichen Verstecken gewesen.

dpa/naw

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15.11.2015
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