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Deutschland / Welt Blumen und Sprechchöre für Nawalny
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13:10 20.07.2013
Kremlgegner Alexej Nawalny wurde in Moskau wie ein Volksheld empfangen. Quelle: dpa
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Moskau

Wie einen Volkshelden haben Hunderte Anhänger den Kremlgegner Alexej Nawalny nach seiner vorläufigen Freilassung bei der Rückkehr nach Moskau gefeiert. Mit lautem Jubel, Sprechchören und Blumensträußen begrüßte die Menge den 37-jährigen Anwalt nach der Ankunft aus der Stadt Kirow, wie ein Korrespondent der Deutschen Presse-Agentur berichtete. Der bekannte Blogger bestätigte noch am Bahnhof in einer kurzen Ansprache, dass er am 8. September als Kandidat bei der Moskauer Bürgermeisterwahl antreten wolle.

„Auf zur Wahl, wir werden gewinnen“, versprach der scharfe Kritiker von Kremlchef Wladimir Putin. Die Menge antwortete in Sprechchören: „Nawalny ist unser Bürgermeister! Nawalny! Nawalny!“ Der Familienvater wurde von seiner Frau Julia begleitet. „Wir sind eine starke Volksbewegung“, rief er. „Ich hatte nicht gedacht, dass wir so stark sind.“ Mit ihm kam sein verurteilter Geschäftspartner Pjotr Ofizerow an, der ebenfalls bejubelt wurde.

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Die Polizei sperrte den Jaroslawler Bahnhof im Zentrum der russischen Hauptstadt ab, auch Mitglieder der Anti-Terror-Einheit Omon waren im Einsatz. Zuvor soll ein anonymer Anrufer vor einer Bombe im Bahnhof gewarnt haben.

Nawalny war am Donnerstag in Kirow in einem umstrittenen Prozess zu fünf Jahren Lagerhaft wegen Veruntreuung verurteilt worden. Er soll 2009 als Berater eines Staatsbetriebs 10.000 Kubikmeter Holz zu billig verkauft und dadurch einen Schaden von rund 400 000 Euro angerichtet haben. Die Bundesregierung sprach von einem „Schauprozess“, auch die USA und die Europäische Union kritisierten den Richterspruch scharf.

Überraschend entließ ein Gericht Nawalny - wie auch den zu vier Jahren Straflager verurteilten Ofizerow - bereits am Freitag wieder unter Auflagen, damit er an der Bürgermeisterwahl teilnehmen kann. Tausende hatten landesweit gegen das Urteil protestiert.

Bei seiner Rückkehr nach Moskau forderte der Oppositionspolitiker auch Freiheit für politische Gefangene wie den Ex-Ölmanager Michail Chodorkowski und die Pussy-Riot-Mitglieder Nadeschda Tolokonnikowa und Maria Aljochina. 

dpa

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