Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Deutschland / Welt Künast erwartet Bekenntnis von Grünen-Basis gegen Jamaika im Bund
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Künast erwartet Bekenntnis von Grünen-Basis gegen Jamaika im Bund
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:17 13.10.2009
Renate Künast zur Jamaika-Koalition: „ein saarländisches Experiment ohne jeglichen Vorbildcharakter“. Quelle: ddp (Archiv)
Anzeige

Union und FDP arbeiten im Bund derzeit nicht für Jamaika, sondern an der maximalen Entfernung von den Inhalten grüner Politik“, sagte Künast der „Leipziger Volkszeitung“ vom Dienstag angesichts der Entscheidung der Saar-Grünen zugunsten einer Koalition mit CDU und FDP. Der Koalitionsversuch in Saarbrücken sei „ein saarländisches Experiment ohne jeglichen Vorbildcharakter“.

Künast fügte hinzu, was sich „im Saarland entwickeln könnte, taugt nicht für Gefühlsausbrüche irgendwelcher Art und es hat schon gar nicht das Zeug zum Modellprojekt“. „Für den Bund haben wir Jamaika aus politischen Gründen ausgeschlossen. Das wird so bleiben. “ Für die Grünen gehe es darum, den eigenständigen Weg nicht zu verlassen. „Das muss auch die kommende Bundesversammlung unterstreichen“, betonte Künast. „Wir dürfen uns aber auch nicht in einer roten Ecke mit SPD und Linkspartei einrichten, auch wenn wir gemeinsam in der Opposition sind.“

Anzeige

Die nordrhein-westfälische Grünen-Politikerin Bärbel Höhn wollte derweil eine Jamaika-Koalition nach der Landtagswahl in NRW nicht definitiv ausschließen. Zwar spreche aus jetziger Sicht sehr wenig für ein solches Landesbündnis, sagte Höhn der „Berliner Zeitung“ (Dienstagsausgabe). Endgültig wollten die NRW-Grünen darüber aber erst im Zuge einer möglichen Wahlaussage entscheiden.

Ziel der Grünen in NRW bleibe es, bei der Wahl im Mai die schwarz-gelbe Mehrheit im Düsseldorfer Landtag zu knacken. Einer rot-rot-grünen Koalition im bevölkerungsreichsten Bundesland räumte Höhn zum jetzigen Zeitpunkt kaum Chancen ein. „Die Linken müssen inhaltlich und personell zur Vernunft kommen. Sonst wird es in NRW sehr schwierig werden mit Rot-Rot-Grün.“

afp