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Deutschland / Welt Leichen der zwei deutschen Entwicklungshelfer geborgen
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Leichen der zwei deutschen Entwicklungshelfer geborgen
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17:58 06.09.2011
Die Leichen der beiden in Afghanistan vermutlich ermordeten deutschen Entwicklungshelfer sind nach Angaben der örtlichen Behörden geborgen worden. Quelle: dpa
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Salang/Berlin

Afghanische Sicherheitskräfte brachten die beiden Toten am Dienstag aus den schwer zugänglichen Bergen in der Provinz Parwan zu einer Straße, wie ein Reporter der Deutschen Presseagentur unter Berufung auf Polizisten in dem Gebiet berichtete.

Nach afghanischen Angaben wurden die Leichen mit Fahrzeugen des US-Militärs zum nördlich von Kabul gelegenen US-Luftwaffenstützpunkt Bagram gebracht. Dort sollten sie Vertretern der deutschen Botschaft übergeben werden. Außenminister Guido Westerwelle betonte, dass die Identität der beiden Toten noch immer nicht geklärt sei. Mit Rücksicht auf die Angehörigen werde sich die Bundesregierung erst äußern, „wenn wir zweifelsfrei sicher sind“.

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Die beiden Toten waren am Vortag im Hindukusch-Gebirge entdeckt worden. Nach Angaben der Provinzregierung waren die Leichen in Säcke gestopft. Der Gouverneur von Parwan, Abdul Baschir Salangi, geht von einem Raubmord aus. Verdächtigt werden Nomaden vom Stamm der Kuchi. Nach ersten Erkenntnissen der afghanischen Behörden wurden die Entwicklungshelfer erschossen.

Die Deutschen waren vor mehr als zwei Wochen bei einer Wanderung im Hindukusch nördlich von Kabul spurlos verschwunden. Nach dpa-Informationen war einer der Männer - ein 59-Jähriger aus Baden-Württemberg - für die staatliche deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit in Kabul tätig. Der zweite Mann, ein 69-Jähriger aus Sachsen, gehörte einem christlichen Hilfswerk an, das in der afghanischen Hauptstadt arbeitete.

dpa