Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Deutschland / Welt Linke hofft auf Regierungsbeteiligung in Schwerin
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Linke hofft auf Regierungsbeteiligung in Schwerin
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:31 05.09.2011
Der Spitzenkandidat der Partei Die Linke in Mecklenburg-Vorpommern, Helmut Holter. Quelle: dpa
Anzeige
Berlin

Die SPD habe sich zwar vor der Wahl nicht festgelegt, nun aber Gespräche angekündigt. Holter räumte ein, dass die Linke ihr Wahlziel, über 20 Prozent zu kommen, nicht erreicht habe. Er gab dem Bundespartei eine Mitverantwortung. „Die ganzen Debatten, die 2011 meine Partei begleitet haben, waren nicht hilfreich im Wahlkampf.“

Holter spielte damit unter anderem auf ein umstrittenes Glückwunschschreiben des Parteivorstandes an den kubanischen Revolutionsführer Fidel Castro und die Diskussion um die Haltung zum Mauerbau an. Linke-Chefin Gesine Lötzsch hatte den Mauerbau als eine Folge des Zweiten Weltkriegs interpretiert und damit Empörung ausgelöst. Später verurteilten Lötzsch und der Co-Vorsitzende Klaus Ernst den Mauerbau als „nicht akzeptables Unrecht“.

Anzeige

Bei der Landtagswahl am Sonntag bekam die Linke 18,4 Prozent. Damit konnte sie ihr schwaches Ergebnis von 2006 nur um 1,6 Prozent verbessern.

Linke-Chef Ernst sprach trotzdem von einem „deutlichen Zuwachs“. Das Wahlergebnis zeige, dass die Linke mit ihren Kernthemen wie der Einführung eines flächendeckenden Mindestlohns bei den Wählern habe punkten können. Dagegen hätten Diskussionen wie die um den Mauerbau offenbar keine große Rolle gespielt. „Sie haben nicht dazu geführt, dass wir ein schlechteres Ergebnis bekommen haben“, sagte Ernst. Die Linke sei zu einer Koalition mit der SPD bereit, bekräftigte er.

Holter betonte, er wolle mit der SPD auch darüber sprechen, wie die rechtsextreme NPD zu bekämpfen sei. Diese zieht mit einem Wahlergebnis von sechs Prozent wieder in den Schweriner Landtag ein.

kas/dpa

Mehr zum Thema

Die Sozialdemokraten sind aus der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern als klare Sieger hervorgegangen. Die Partei von Ministerpräsident Erwin Sellering legte stark zu, während ihr bisheriger Regierungspartner CDU herbe Verluste einstecken musste.

05.09.2011

Die Serie schwerer Niederlagen im Superwahljahr 2011 hat sich für die FDP auch in Mecklenburg-Vorpommern fortgesetzt. Wie im März schon in Rheinland-Pfalz (4,2 Prozent) und in Sachsen-Anhalt (3,8 Prozent) sowie im Mai in Bremen (2,4 Prozent) misslang den Liberalen auch in Schwerin der Wiedereinzug in den Landtag.

04.09.2011

SPD-Ministerpräsident Sellering wird in Mecklenburg-Vorpommern weiter regieren – mit wem, kann er sich aussuchen. Weiter mit der CDU oder holt er die Linken zurück ins Boot? Die Grünen jubeln über acht Prozent und sitzen nun in allen Landtagen. Die FDP ist raus.

04.09.2011